J. S. Bach: Präludium und Fuge F-Dur BWV 556

00:00 Präludium
01:15 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Nach dieser ernsten Werkgruppe BWV 554 und BWV 555 folgt mit Päludium und Fuge F-Dur BWV 556 ein fröhlich-unbeschwertes Paar. Das Präludium ist wieder, ähnlich wie in BWV 554, dreiteilig, mit einer vollständigen Reprise des ersten Teils. Im mittleren Abschnitt spielt der Komponist mit Arpeggien, die schließlich über sequenzierende Dominantfortschreitungen zum a-Moll-Dreiklang geführt werden. Danach setzt unvermittelt wieder der erste Teil ein.
Das Thema der Fuge ist aus Achteln und Sechzehntel-Trillerfiguren zusammengesetzt. Letztere finden sich bei vielen Komponisten vor allem in Verbindung mit Weihnachtsmusik, speziell Magnificat-Vertonungen (zum Beispiel Buxtehude oder Pachelbel). Tatsächlich ergibt sich dadurch eine Motivverwandtschaft mit Bachs Pastorella (Pastorale) BWV 590, und so sind diese Stücke sehr gut als ‚Hirtenmusik’ geeignet – passend zum heutigen ersten Adventssonntag.

Allgemeines über die Sammlung Acht Praeludien und Fugen BWV 553 bis 560 ist im Blogbeitrag Acht kleine Präludien und Fugen (BWV 553–560) zu lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

zwei + 19 =