Orte im Tullifeld

Albaha kömmt vor A. 1183. in Schöttgen & Kreysig. Diplomatar. Tom. III. p. 544. und mag Ober- oder Unter-Alba im Amte Kalten-Nordheim  seyn.

Albatrez, Albatris, Alwartes, A. 1183. Eben daselbst cit. loc. war vermöge alter Lehenregister A. 1317. und 1359. Dietrichen und Cunz von Pferstorf von der Grafschaft Henneberg, verliehen, und scheinet die Wüstung Mälpers oder Mälbers zwischen Kalten-Sandheim und Wohlmuthhausen im Amte Lichtenberg zu seyn.

Alenbach, eben daselbst cit. loc. ist heut zu Tage nur noch als eine Wüstung, ohnweit Oepfershausen im Amte Sand gelegen, übrig.

Alharts, das Dorf, trug A. 1317. Gerlach von Kraluke von der Grafschaft Henneberg zu Lehn, kömmt auch im Frankensteinischen Kaufbriefe die Laurentii A. 1330. vor, und ist vielleicht der Mohlartshof in dem Tannischen Gebiete.

Allmans, A. 1186. in Eckharts Animadv. hist. crit. p. 82. ist eine noch im Amte Sand ungefähr zwischen Friedelshausen und Eckarts gelegene Wüstung.

Anteshusen, eben daselbst cit. loc. ist das Dörfgen Antenhausen, im Amte Fischberg, Fuldaischen Antheils.

Arindenstein gehört in einer Urkunde de A. 1016. beym Kuchenbecker Anal. Haff. Coll. XII. p. 316. der Lage nach in diesen Gau, ist aber noch nicht so eigentlich bekannt.

Asia, A.·837. ab Eckhart. Rer. Fr. Orient. Tom. II. p. 303. 884. ist ebenfalls seiner Lage nach noch unbekannt.

Batten, ums Jahr 1050. Schannat. C. T. F. n. 608. & Tradit. Fuld. nr. 45. ap. Schöttgen &  Kreysig. cit. loc. Tom. I. p. 17. ist Batten im Amte Bieberstein.

Berldis, Bertoldes, A. 1326. Gothaischer Kirchen- und Schulenstaat, 3.Th. 10. St. p. 100. ist die heutige Wüstung Berletshausen, im Amte Sand. A. 1340. am St. Elisabethen-Tag kaufte Gr. Heinrich von Henneberg Bertoldes Hof und Wüstung, von Gözen und Conrad von Willebrechterode.

Bernoteshagen, A. 1249. Kuchenbecker cit. loc. p. 343. ist wahrscheinlich das Dorf Bernshausen, im Amte Sand.

Blatebach, A. 1186. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 82. ist durch einen Schreib- oder Druckfehler vielleicht statt Glatebach gesetzet, und also das der Probstey Zella im Amte Fischberg gehörige Dorf Glabach.

Borsaha, Borse, Borseo, Bursa. A. 339. 1o16. Schannat c.l. nr. 444. Kuchenbecker c.l. p. 319. ist Borsch, im Amte Geysa.

Bottlar, ist der Flecken Büttlar im Amte Geysa, allwo A. 138o. Abt Conrad zu Fulda einen Hof, so zuvor Otten von Binbach gewesen, Heinrichen und Apeln von der Tann, genannt von Frankenberg, zum Burglehen in Geysa verliehen. Schannat. client. Fuld. Cod. prob. nr. 494. p. 340.

Bremen, A. 116o. Schannat. Buch. vet. p. 4o5. ist der Ort Bremer, in eben diesem Amte.

Brumanshusen, Brumoldishusen, A. 1186. ab Eckhart. c. l. p. 82. und im Frankensteinischen Kaufbriefe ist das der Probstey Zelle gehörige Dorf Brommertshausen.

Cella prope Fischberg, oder Cella S. Bonifacii, A. 1186. ab Eckhart. jam cit. loc. ist die nur  gemeldete Probstey Zella, und darf nicht mit Cella in Finibus Hagenowe in Pago Grapfeld beym Schannat. C. T. F. nr. 561. und Pistor. Trad. Fuld. I. nr. 161. verwechselt werden, welche beyde die Wüstung Zell, ohnweit Hayn, bey Römhild, anzeigen,·und wovon Hayna oder Hagenowe Schannat. Buch. Vet. p. 4o8. vor den Ort Hainowe, und ab Eckhart. c. l. p. 8o. vor Hainbach, ohnweit Lengsfeld, irrig angeben.

Citerades, A. 1197. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 82. p. 197. ist Zitterts, im Amte Geysa.

Clingison, Klingelsee, kömmt zu Zeiten des  Fuldischen Abts Thioto, der von A. 856. bis 869. dem Stifte vorgestanden, ingleichen A. 1284. vor Pistor. II. 212. Schannat. C. T. F. nr. 513. & Diœces. Fuld. p. 292. ist CIings, im Amte Fischberg, Fuldischen Antheils.

Deiten, A. 1239. Schannat. cit. loc. nr. 654, ist Deiten im Amte Bieberstein. Das ums Jahr 1030. ap. Eund. c. l. nr. 602. vorkommende Thetton juxta FIuvium Streuua ist wahrscheinlicher das gegenwärtige Deiten, so auch um die Gegend des Streuflusses lieget, als es in Buch. Vet. p. 491. vor Stetten im Amte Lichtenberg gehalten werden können, zumal kurz vorher c. l. p. 399. Stetihaha gründlicher vor letzteres angegeben worden. .

Diethohes, Dithaus, A. 1183. 1241. Schöttgen & Kreysig cit. loc. Tom. III. p. 544 Kuchenbecker. c. l. p. 342 ist die Wüstung Dithauß oder Diethers, gegen die Rosaer Fluhr zu, im Amte Sand gelegen.

Diesburg ist ein wüstes Schloß und Burg im Amte Sand, ohnweit Oberkaz und Wolmuthhausen gelegen. Ob es das Dispargum, der ehemalige Sitz der fränkischen Könige gewesen, oder nicht? darüber sind der Gelehrten getheilte Meynungen nachzusehen, beym ab Eckhart. Rer. Fr. Orient. T. I. p. 26. Hallwachs. Disp. de Carolo M. Franciæ rege (Tubing. 1734.) pag. 11. not. 9) Chron. Gottwic. p.469. sq. Kreysigs Beyträge zur sächsischen Hist. 6. Th. p. 40.

Diodorphe, Ditdorfe , Theodorphe, Thiodorfe, A. 778. 788. 814. 836. 858. Pistor. I. nr. 14. II. nr. 17. 85. 190. 219. Schannat. c. 1. nr. 55. 83. 208. 441. 514. Ebirhard. Summar. ap. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. I. p. 42. ist Diedorf im Amte Fischberg, Fuldaischen Antheils.

Dorndorf, A. 1330. ist Dorndorf im Amte Craynberg, wo die Felde in die Werra fließet.

Ebeners, A. 1186. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 82. ist vielleicht der zur Probstey Zelle im Amte Fischberg gehörige Hof Maber, welchen andere auch Mäbriz nennen.

Eckerharts, Eckerichs, A. 1183. 1186. 1330. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. III. p. 544. ab Eckhart. c. l. p. 82. ist das im Amte Sand gelegene Dorf Eckarts.

Embricheshusen, Empenfrideshusen, A. 825. 1284. Pistor. II. nr. 140. Schannat. c. I. nr. 384. & in Diœces. Fuld. p. 292. Empfershausen im Amte Fischberg, Fuldaischen Antheils.

Fischbach, Fiscpach, A. 837. ums Jahr 914. A. 1183. ab Eckhart. Rer. Fr. Orient. Tom. II. p. 884. Pistor. II. nr. 244. Schannat. c. l. nr. 554. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. III. p. 544. Fischbach im Amte Fischberg, Fuldaischen Antheils. Ein ander Fisbach kommt A. 933. beym Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. III. p. 532. vor, welches der Lage nach die Wüstung Fischbach unter Hellmers, auf der Gränze der Aemter Sand und Frauenbreitungen ist.

Fischberg, Visperg, A. 1130. 1186. 1339. Schannat. Hist. Fuld. p. 167. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 81. Schannat. Diœc. FuId. Cod. prob. p. 31 2. Die Rudera dieses verwüsteten Schlosses sind noch auf einem Berge zwischen Diedorf und Clings vorhanden. A. 1287. brachte Abt Marcwart II. das Schloß Vyschberg ans Stift Fulda. Cornel. Breviar. Fuld in Paullini Synt. Rer. Germ. p. 439. Brower antiqu. Fuld. p. 316.

Fladechheim, Flattych, Flattycheim, ist der Ort, in dessen Gegend A. 1079. oder 1080. zwischen Kaiser Heinrich IV. und Herzog Rudolphen von Schwaben die bey den Schriftstellern selbiger Zeiten bekannte Schlacht vorgefallen, und wovon M. Heim in der bereits oben angezogenen Abhandlung besonders gehandelt hat. Heut zu Tage ist es die Wüstung Fladen im Amte Fischberg, zwischen Ornshausen und Neidertshausen.

Frangkenheim, A. 1245. Schannat. Histor. Fuld. p. 193. ist Frankenheim im Amte Kalten-Nordheim.

Fritelshusen, Vritoldeshus A. 1186. ab Eckhart. l. c. 82. ist Friedelshausen im Amte Sand. A. 1297. wurde das Gericht daselbst von Bischof Mangold zu Würzburg vor 400 Mark Silbers an Graf Berthold von Henneberg überlassen, worauf diesem A. 1330. Bischof Wolfram 500 Pfund Heller zum Burglehn in Meiningen ferner angewiesen, auch A. 1335. von Bischof Otto, zu dem bereits auf solches Gericht gegebene Geld noch 500 Pfund Heller geschlagen worden.

Fugeleres, A. 1270. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 92. p. 205. mag der, der Probstey Zella, im Amte Fischberg, gehörige Ort Felritz oder Föllriz, oder auch, nach der gemeinen Aussprache, Fölerts seyn.

Gebelere, Gobeleres, A. 1016. 1107. Kuchenbecker cit. loc. p. 319. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 82. p. 197. ist Geblar im Amte Geysa.

Geisaha, ums Jahr 816. Schannat. C. T. F. nr. 287. ist das Fuldische Städtgen im Amte gleiches Namens. Schannat Buch. Vet. p. 352. zählet es zum westlichen Grabfeld, unerachtet er alle darum hergelegene Orte unbedenklich ins Tullifeld setzet.

Geismara, A. 839. 1197. Schannat. C. T. F. nr. 444. & in Hist. Fuld. cod. prob. nr. 82. p. 197. ist Geismar im Amte Geysa, welches Schannat Buch. Vet. p. 353. auch zum westlichen Grabfeld mitrechnen wollen.

Gerratuhusun, A. 901. Pistor. II. nr. 243. Lunig. Spicil. Eccl. Tom. lll. p. 153. ist Gerthausen, im Amte Lichtenberg, wird auch beym Schannat C. T. F. nr. 517. 544. Gerrateshus in Pago Grapfeld genennet, vielleicht weil der Ort auf der Gränze des Grabfeldes und Tullifeldes gelegen war, welchen falls öfters einerlei Ort zu zweyen Gauen gezählet zu werden pfleget.

Gerunges, A. 1183. Schötttg. & Kreysig. c.1. Tom. III. p. 544. gehört der Lage nach·ins Amt Sand, und ist weiter dermalen unbekannt.

Gozmars kömmt im Frankensteinischen Kaufbriefe de A. 1330. vor, hat wahrscheinlich im Amte Sand gelegen, und ist sonst nicht weiter bekannt, vielleicht aber das Kotzmannes, wo A. 1369. die von Gelnhaufen vom Stift Fulda 10 Morgen Landes zu Lehn hatten. Schannat. Client. Fuld. p. 93.

Grimesrode, A. 868., Schannat. c. l. 510. ist die Wüstung Grims oder Grimles, ohnweit Ober-Kaza, im Amte Sand.

Gunthers, A. 1278. Schannat. l. c. nr. 66e. ist der Ort Günthers im Freyherrlich Tannischen Gebiethe.

Habehtswinden, A. 1321. Schannat. CIient. Fuld. Cod. prob. nr. 95. p. 273. wird die jetzo mit einer Mühle bebauete Wüstung Hartschwinden im Amte Kalten-Nordheim seyn.

Hanowe prope Lengisfelt, A. 1321. Schannat. cit. loc. nr. 195; p.273. wird in Buch. Vet. p. 4o8. irrig verwechselt mit Hagenowa in Page Grapfeld, da es hingegen die zwischen Oepfershausen und Kalten-Lengsfeld im Amte Sand gelegene, Wüstung Hanberg ist.

Hildenburg, Hilteberg, A 1228. 1231. 1321. 1343. Friese bey dem von Ludewig c. 1. p. 555. 612. Schannat. Diœc. Fuld. p. 274. & in Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 165. p. 260. ist ein heut zu Tage verwüstetes Schloß, dessen ansehnliche Rudera noch auf einem Berg zwischen Stetten und Hilters anzutreffen. Schannat in Buch. Vet. p. 394. hat es irrig mit dem sehr weit davon entfernten Heldburg·verwechselt; mag auch von Villa Hildeberc in provincia Weterebia beym Schannat. C. T. F. nr. 616. zu unterscheiden seyn.

Hiltriches, ums Jahr 914. und A. 1058. Pistor. II. nr. 244. Schannat. C. T. F. nr. 554. 610. ist Hilters, ein Würzburgischer Flecken und Amt.

Hoitine, Hoitinheimono, Hoitino, A. 795. 857. 901. Pistor. II. nr. 2o7. 243. Lünig. Spicil. Eccl. Tom. III. p. 153. Schannat. c. l. nr. 105. 485. giebt eben derselbe in Buch. Vet. p. 408. zweifelhaft vor Horein, einen der Probstey Zell zustehenden Ort an. Wahrscheinlich möchte es Herethürn in dem Tannischen Gebiethe seyn.

Hünfershusen ist das Dorf Hümpfershausen im Amte Sand, allwo A. 1328. Graf Berthold zu Henneberg ein Vorwerk mit dem Zehenden Heinrichen Stock verliehen gehabt.

Kazzaha. A. 874. Pistor. II. nr.75. 236. 246. Schannat. C. T. F. nr. 474. 517. Ebirhard. Summar. C. I. nr. 149. p. 187. ist entweder Ober- oder Unter-Kaz, im Amte Sand, und gehört der Lage nach eher zum Gau Tullifeld , wenn es gleich in cit. Tradit. nr. 517. zum Grabfeld gezählet werden will; daher es auch  Schannat in Buch. Vet. p. 362. irrig vor den Ort Kauz im Fuldischen Amt Neuhoff angiebt.

Kethen ist der Ort Ketten, im Amte Geysa, allwo Heinrich von Bimbach dem Nonnenkloster zu Blankenau A. 1393. einige Güter verkauft hat. Schannat. Client. Fuld. nr. 198. p. 274.

Korles ist die Wüstung Korbs, oben an der Röhn und Gränze des Dorfs Stetten gegen das wüste Schloß Hildenburg, und den Amts Fladunger Ort Hausen zu gelegen; stößet an die Gränze des Amts Lichtenberg. A. 1424. bekam diese Wüstung Caspar von Fladungen vom Stift Fulda zu Lehen. Schannat. cit. loc. nr. 276. p. 293.

Lengisfelt, A. 819. 826. 1186. Pistor. II. nr. 108. 159. Schannat. C. T. F. nr. 313. 389. Ebirhard. Summar. c. l. ab Eckhart. Animadv. hist crit. p.82. ist entweder Kalten-Lengsfeld im Amte Sand oder der denen Freyherren von Boyneburg und von Müller gehörige Ort-Stadt Lengsfeld. In beyden Fällen gehöret dieser Ort weit besser ins Tullifeld, wenn er gleich in cit. Tradit. nr. 313. dem Pago Grapfeld· mit beygezählet wird. A. 1308. beym Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. p. 223. kömmt Castrum & oppidum Lengesvelt, und im Frankensteinischen Kaufbrief de A. 1330. Kaltinlengisvelt vor.

Leunbah. A. 1050. Schannat. C. T. F. nr. 608. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. I. p. 17 ist wahrscheinlicher vor das Dorf Leimbach im Amte Salzungen, als mit Schannat in Buch. Vet. p. 363. vor Limbachs Hof im Amte Bieberstein zu halten.

Lindenawe, A. 1186. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 82. ist eine Wüstung oberhalb Kalten-Westheim, im Amte Kalten-Nordheim. A. 1347. wurde selbige von Graf Heinrich von Henneberg an Heinrichen von der Tann, genannt von Bischoffsheim, nebst andern dortherum gelegenen Gütern, um 212½ Pfund Heller versetzet.

Luckardehusen, Lutgartichshusen, A. 1186. 1318. ab Eckhart. c. I. p. 82. Kuchenbecker. c. l. p. 356. ist die jetzo mit einer Mühle bebauete Wüstung Lückershausen, ohnweit Hümpfershausen im Amte Sand.

Mansbach, A. 1280. 1330. Cornel. Breviar. Fuld. ap. Paulini c. l. p. 439. ist Mansbach an der Ulster, im Gericht gleiches Namens, und wird vom Schannat. in Buch. Vet. 365. nicht allzu gut zum westlichen Grabfeld gerechnet.

Mariengarten war ehehin ein Serviten-Kloster Augustiner Ordens , dessen Convent und Mönche A. 1368. nach Vache versetzet wurden. Schannat. Hist. Fuld. p. 228. & Diœces. Fuld. p. 316. Ist der heutige Ort Mariengarten in dem Hessen-Casselschen Gerichte Völkershausen.

Meginheres, Meginhereshus ubi Weitaha in Ulstram emanat A. 796. 836. Pistor. II. nr. 187. Schannat. C. T. F. nr. 124. 409. ist das heutige Wengershausen, oder eigentlicher Mengershausen, im Tannischen Gebiethe, weil da das Flüssen Weid in die Ulster fällt.

Melbewinesdorf, A. 1270. Schannat IIist. Fuld. Cod. prob. nr. 92. p. 205. ist Meldorf im Amte Geysa.

Mitilesdorf, A. 779. 812. 1057. 1145. Pistor. II. nr. 14. 66. 96. Schannat. l. c. nr. 61. 237. 609. 636. Mittelsdorf im Amte Kalten-Nordheim.

Mus, Müsses, Müz, eine Wüstung in der Gegend von Oepfershausen, im Amte Sand, wurde A. 1373. denen Grafen von Henneberg, von Bertolden, von Phersdorf wieder zu lösen gegeben, und A. 1472. in gewisse Erbe ausgetheilet.

Nitharteshusen, A. 778. 1170. 1191. 1197. Schannat. c. l. nr. 55. Ejusd. Hist. Fuld. Cod. prob. p. 198. ab Eckhart. c. l. p. 83. Vita S. Ottonis. Cap. 14. in de Ludewig Script. Rer. Bamb. Tom. l. p. 425. ist Neidhardshausen im Amte Fischberg, Fuldischen Antheils. Opidum Nithartshusen wurde A. 1287. vom Abt Marcwart II. ans Stift Fulda gebracht. Cornel. Breviar. Fuld. ap. Paullini cit. loc. p. 439.

Northeim, A. 795. 834. Pistor. II. nr. 24. 141. 190. Schannat. C. T. F. nr. 1o5. 377. 441. ist das Städtgen Kalten-Nordheim, im Amte gleiches Namens, und von Northeim in Pago Grapfelde oder Paringe beym Pistor. II. 139. 190. Schannat. c. l. nr. 374. 44t. wohl zu unterscheiden.

Nuchterns, ist eine Wüstung, bey dem auch verwüsteten Schloß Hildenburg gelegen, welche A. 1424. Caspar von Fladungen dem Stift Fulda zu Lehen aufgetragen hat. Schannat. Client. Fuld. Cod. prob. nr. 276. p. 293.

Odesbach, Vtelesbach, A. 1130. 1214. Schannat. C. T. F. nr. 628. Ejusd. Diœc. Fuld. p. 270. Ejusd. Buch. Vet. p. 416. ist Utzbach im Amte Geysa.

Ophrideshusen, A. 1183. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. III. p. 544. seq. Oepfershausen im Amte Sand.

Orentileshus, Ornshusen, A. 837. 1186. Pistor. II. nr. 184. Schannat. c. l. nr. 426. ab Eckhart. c. I. p. 82. ist Oerns- oder Urnshausen, im Amte Fischberg, Eisenachischen Antheils, und wird in·cit. Tradit. 426. zum Pago Grapfeld unrichtig gezählet.

Pontigerna, A. 837. ab Eckhart. Rer. Fr. Orient. Tom. II. p. 884. ist seiner heutigen Lage nach, noch nicht. bekannt.

Regenherts, A. 1186. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 82. ist wahrscheinlich die Wüstung Rüghards, so auf der Gränze des Amtes Sand am Geba-Berg lieget.

Reimbrechtes ist die heutige Wüstung Reipers, an der Gränze des Amtes Lichtenberg gegen Stetten zu gelegen, welche Abt Heinrich VII. zu Fulda vor dem Jahr 1361. seinem Bruder Gerlach von Craluke zu Lehen verliehen hatte. Schannat. Client. Fuld. Cod. prob. nr. 387. p. 317.

Reodun, A. 796. 868. Pistor. II. nr. 32. 43. Schannat. C. T. F. nr. 124. 510. ist der Hof Rieden oder Riederhof, so an der Gränze des Amtes Sand, gegen Kalten Nordheim zu gelegen. A. 1350. Montags nach Lætare wurde von Graf Johannes zu Henneberg die Wüstung Hofryden, nebst einem Hof zu Ober-Kaz an Hanns von Buttiler um 260 Schilling Thurnos verkauft.

Reynhartes, A. 1352. Schannat. Client. Fuld. Cod. prob. nr. 479. p. 336. ist der Ort Reinhards in dem Amte Geysa.

Ronaha, A. 1050. Schannat. c. l. nr. 608. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. I. p. 17. ist wahrscheinlich der im Amte Kalten-Nordheim dermalen wüstliegende Rönhof.

Rosdorf, Rosthorpe, Rostorp, A. 782. circa A. 803. 824. 1183. Pistor. I. nr. 14. II. 22. 122. 250. Schannat. c. l. nr. 68. 162. 394. 586. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. I. p. 6. Tom. III. p. 544. ist das auf der Gränze des Amtes Sand gelegene ritterschaftliche Dorf Roßdorf.

Rubenhus, zwischen A. 856. – 869. Pistor. II. 212. Schannat. c. l. nr. 513. wird vom Junker cit. loc. p. 289. vor Erbenhausen im Amte Kalten-Nordheim gehalten.

Sandez, ums Jahr 1128. Pistor. III. nr. Schannat. c. l. 627. kann entweder der Ober- oder Unter-Sandhof im Amte Hilters, oder das gegen die Amts Kalten-Nordheimer Gränze hin gelegene, unter S. Meiningischer Landeshoheit gehörige Rittergut Sandes seyn. Schannat. Buch. Vet. p. 399. verneinet, den Ort ins östliche Grabfeld zu rechnen

Scambaha, A. 1057. Pistor II. nr.96. Schannat. C. T. F. nr. 609. ist wahrscheinlich Alt- oder Neu-Schwammbach im Tannischen Gebiethe.

Schafhausen, A. 1031. Friese in des von Ludewigs Wirzb. Geschichtschr. p. 465. ist Schafhausen im Amte Lichtenberg.

Selchisby Ternbach, ist dermalen die ohnweit Dermbach im Amte Fischberg gelegene Wüstung Zeilges, die noch in einer Urkunde A. 1423. in Schannat. Client. Fuld. Cod. prob. nr. 182. p. 269. vorkömmt.

Sigifrides, Syfrides, A. 1057. 1239. Pistor, c. l. nr. 609. 654. ist Seiffers im Amte Bieberstein.

Sigimareshuson, ums Jahr 914. Pistor. II. nr. 244. Schannat.  C. T. F. nr. 554. ist Simmershausen im Amte Hilters.

Sigiwantes, ums Jahr 1150. Schannat. c. 1. nr. 638. mag vielleicht Seidswinden in dem Tannischen Gebiethe seyn.

Slezenhusen, A. 1270. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 92. p. 2o5. ist das Dorf Schlizenhausen in eben diesem Gebiethe.

Sundelereshusen, war ehedem ein Kloster, Wilhelmiter Ordens , welchem Graf Berthold zu Henneberg A. 1325. sein Vorwerk zu Riedern verkauft hat, und ist das dermalige Allodial-Gut Sinnershausen im Amte Sand.

Spanelo, ums Jahr 817. Schannat. cit. loc. nr. 287. ist Spala im Amte Geysa, will aber von Ebendemselben in Buch. Vet. p. 377. zum westlichen Grabfeld mitgezählet werden.

Sulzaha, A. 827. Pistor. II. nr. 160. Schannat. C. T. F. nr. 395. ist die nur mit einer Mühle bebauete Wüstung Dörrensolz unterhalb Ober-Kaz , im Amte Sand.

Sundheim, A. 812. 823. 830. 836. 866. ums Jahr 914. und.1145. Pistor. II. nr. 66. 125. 149. 166. 169. 180. 228. 244. Schannat. c. l. nr. 237. 330. 338. 357. 402. 41 1. 500. 554. 636. ist der Flecken Kalten-Sondheim im Amte Lichtenberg, und von den beyden Sondheim in Pago Baringe und Grapfeld, davon jenes Sondheim vor der Röhn heißet, und jetzo ins Amt Lichtenberg gehöret, dieses aber im Amte Römhild lieget, zu unterscheiden. A. 1359. begnadigte Kaiser Karl IV. den Flecken Kalten-Sondheim mit dem Stadtrecht, Schannat. Buch. Vet. p. 353. welches er gleichwohl ibid. l. c. p. 42o. irrig dem Ort Sundheim in Pago Baringi zugeeignet.

Tanne, A. 1197. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 83. p. 198. ist das Städtgen Tann im Freyherrl. davon benamten Gebiethe. Die eine Hälfte dieses Städtgens mit dessen Zubehör hatte das Freyherrl. Geschlecht dieses Namens seit A. 1332. vor 460 Pfund Heller von Fulda an sich gebracht, Schannat. Histor. Fuld. p. 221. und die andere Hälfte desselben nebst dem halben Gerichte war noch A. 1359. Hennebergisch Lehen.

Terenbach, Terimbach, Teyrenbach soll A. 1317. Abt.Heinrich VI. zu Fulda von denen Dynasten von Frankenstein an sein Sttft gebracht haben, Fabri Staatskanzley Tom. 86 p. 511. 512. seq. Auch wurden die zwischen Wirzburg und Fulda wegen des Gerichts zu Terimbach entstandene Irrungen A. 1323. durch Grafen Berthold von Henneberg gütlich beygelegt. Schannat. Clientel. Fuld. Cod. prob. nr. 594. p. 363. Ist Dermbach im Amte Fischberg, Fuldischen Antheils.

Tullifelde, A. 830. Pistor. II. nr. 168. Schannat. C. T. F. nr. 403. hatte vielleicht den Namen vom Gau, darein es gehörte; zumal nichts ungewöhnliches war, daß auch Oerter den Namen ihres Gau geführet, z. E. villa Ascfelde in pago Ascfelde. Schannat. c. l. nr. 110. 280.

Tutelins, Tüttles, kommt im Frankensteinischen Kaufbrief de A. 1330. vor, und ist Dietlas im Commissions-Bezirk des Amtes Salzungen. A. 1330. hatten Eckehard von Tafta, A. 1376. Tilo von Benhusen und A. 1406. Nithartt von Buchenauwe, Tutelins dorf, und Kemmete von denen Grafen zu Henneberg zu Lehen.

Vache ums Jahr 817. Schannat. C. T. F. nr. 287. ist das Heßen Caßelische Städtgen Vacha an der Werra, wird bereits A. 1189. oppidum genennet. ap. Eund. in Vind. lit. .Coll. I. p. 118. und wurde vom Abt Heinrich lV zu Fulda A. 1250. mit·Mauren, Graben, und Wällen umgeben. Schannat. Hist. Fuld. p. 196. aber A. 1306. an Landgr. Hermann zu Heßen wieder verkaufft. Cornel. Breviar. Fuld. ap. Paulini c. l. p. 440.

Vchsino, Vhsena, A. 977. 1214. Schannat.Diœces.Fuld. p. 244. 271. ist Oechsen im Amte Vacha.

Vindelines, A. 1239. Schannat. C. T. F. nr. 654. ist vielleicht Windlös im Amte Bieberstein, und will es eben derselbe in Buch. vet. p. 383. in das Westliche Grabfeld setzen.

Volcricheshusun, A. 1137. Gruner Opusculor. Tom. II. p. 286. ist der ohnweit Vache gelegene Heßen Caßelische Ort Völckershausen. A. 1300. trugen Tibe von Völckershausen, Tile und Hanns von Benshausen, von der Herrschaft Henneberg die Veste Völckershausen zu Lehen. A. 1425. wurde vom Stift Fulde die Kemenaten genannt Folckershausen, Johanns von Eschinwege Söhnen zu Erb Mannlehn verliehen. Schannat. Client. Fuld. cod. prob. nr. 181. p. 627.

Vra, ist das Dörfgen Aura in dem Gebiete derer Freyherrn von und zu der Tann, allwo noch A. 1350. Simon von der Tann einen Hof von der Herrschaft Henneberg zu Lehen hatte.

Waldenburg, Wallenburg, Wildenburck, castrum, A. 1249. 1263. 1345. Kuchenbecker. cit. loc. p. 343. 347. Schannat. Hist. Fuld. Cod. prob. nr. 167. p. 262. mag auf der Gränze des Amtes Sand gegen das Amt Fischberg oder von Boineburgisch. Gebiet hin gelegen haben, wovon aber heut zu Tage nichts mehr vorhanden. Abt Heinrich V. hat selbiges gegen das Jahr 1366. zum Stifft Fulda gebracht. Cornel. Breviar. Fuld. ap. Paulini c. l. p.440. dieser wüste Ort darf nicht mit dem auch wüsten Schloß Waldenburg bey Drusen im Amte Schmalkalden verwechselt werden.

Vualtgereshus super ripam fluminis Ulstra, A. 819. Pistor. II. nr. 107. Schannat. C. T. F. nr. 303 will sich, wo es eigentlich gelegen, noch nicht entdecken.

Vueitahu, A. 795. 824. 827. 842. und ums Jahr 914. Pistor II. nr.43. 132. 161. 244. Schannat. c. l. nr. 352. 396. 459. 554. sind die beyden Dörfer Ober- und Unter-Weid im Amte Kalten Nordheim.

Vuentilgereshusun A. 837. Schannat. c. I. nr. 417 ist vielleicht die in der Fluhrmarckung des Dorfs Wiesenthal auf der Gränze der Ämter Fischberg und Kalten Nordheim gelegene Wüstung Wernhausen.

Vuestheim ums Jahr 795. A.·812. 824. 827. 858. 868. ums Jahr 914. und A. 1057. Pistor. II. nr. 43. 66. 132. 146. 147. 161. 214. 232. Schannat. c. l. nr. 237. 361. 363. 396. 487. 509. 554. 609. Kalten-Westheim im Amt Kalten-Nordheim.

Wibrechtismidin die Wüsteung die do ligit zwischin Fladung in und Helnbershuisin, trug noch A. 1359. Ditrich Markart von der Grafschafft Henneberg zu Lehen. Ist der heutige Ort Weimarschmieden, der an der Gränze des Amtes Lichtenberg lieget.

Vuiggeres ums Jahr 1128. Pistor. III. nr. 1. Schannat. c. l. nr. 627. ist Wickers im Amt Hilters, und Schannat. Buch. Vet. p. 382. will es zum Westlichen Grabfeld rechnen. A. 1300. verkauffte Graf Berthold zu Henneberg ans Stifft Fulde einige Güter in Wigers. Schannat. Client. Fuld. Cod. prob. nr. 66. p. 224.

Wilere, A. 1183. Schöttg. & Kreysig. c. l. Tom. III. p. 544. ist Weiler im Stadt Lengsfelder Gebiet. Es mögen der Orte dieses Namens zwei gewesen seyn, weil A. 1321. beym Schannat. Client. Fud.·Cod. prob. nr. 95. p. 273. Oberweiler vorkommt.

Wildeck, Wyldeck castrum hat bereis A. 1301. Abt Heinrich V. dem Stift Fulda acquiriret Schannat. Buch. Vet. p. 41 9. und A. 1311. begabe sich Landgraf Friedrich zu Thüringen seiner darauf gemachten Ansprüche gegen das Stifft, biß es doch endlich davon A. 1405. wieder an Thüringen gekommen ist. Schannat. Hist. Fuld. p. 212. 235. und in Cod. prob. p. 226. Ist wahrscheinlich das wüste Schloß Feldeck auf einem Berge bey Dietlas.

Vuisenthæ, Vuisuntataha, A. 796. 1147. 1186. Pistor. II.nr. 32. III. nr. 17. Schannat. C. T. F. nr. 124. 637. ab Eckhart. Animadv. hist. crit. p. 81. Wiesenthal im Amt Fischberg, Eisenachischen Antheils.

Wolfizburg ist eine ohnweit Ober-Kaz im Amte Sand gelegenes jezo wüstes Schloß Wolfsburg, welches Eberhard von der Kere erbauet und A. 1380. von der Herrschaft zu Henneberg zu Erblehen erhalten hat.

Wolfmunteshusun A. 857. Pistor. II. nr. 206. Schannat. c. l. nr. 485. Lünig. Spicil. Eccl. Tom III. p. 147. ist wahrscheinlich Wolmuthhausen im Amte Lichtenberg, doch findet sich auch beym Schannat. c. l. nr. 576. ohngefehr ums Jahr 952 ein Vuolmuunteshusun in pago Grapfeld.

Vurazahu. ohngefähr A. 826 Pistor. II. nr. 207. Schannat. c. l. nr. 39o. ist vielleicht die Wüstung Ratschberg in der Gegend Roßdorf im Amte Sand.

Wunengsdorf, Wuningestorf, an der Wüstung hatten 1317. die von Willebrechtrode 32. Marck Land Silbers von Graf Berthold zu Henneberg zu Lehen. Ist wahrscheinlich das heutige Dorf Wans im Amte Sand, das noch A. 1472. eine Wüstung war, und deßen Güter damals in gewiße Erbe ein- und ausgetheilet wurden. Vielleicht ist es auch der Ort Wonisgastisdorf deßen in einer Closter Veßraer Urkunde de A. 1185. bereits erwehnet wird beym Schöttgen. & Kreysig. c. l. Tom. II. p. 587.

aus J. G. Meusel: Vom Gau Tullifeld


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