Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio h-moll KV 540 (Orgeltranskription)

Eingespielt mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ).

Weder der Kompositionsvermerk 1787 des Stockholmer Autographs noch der Eintrag in das Eigenverzeichnis unterm 19. 3. 1788 werfen ein Licht auf die Entstehung. Mozart wird nicht verfehlt haben, es seiner Schwester vorzulegen, als er Anfang August 1788 ihr seine „neuesten Kompositionen“ übersandte. Erstmals veröffentlicht wurde es posthum 1795/96 bei Artaria. Weiterlesen

Mozart für’s Fahrrad

Das Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 271 «Jenamy» von Wolfgang Amadeus Mozart, zum Leben erweckt mit den Klaviersamples „The Hammersmith Professional“ und den gesampelten Damen und Herren des „Kirk Hunter Diamond Orchestra”.

Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in Es-Dur KV 271 «Jenamy» kann man ohne zu übertreiben als ein Wunder musikalischer Originalität bezeichnen. In der Meisterschaft seiner Orchestrierung, seiner stupenden innovativen Energie und seiner Wirkung trotz beschränkter instrumentaler Mittel hat dieses Werk in seinem Genre keine Vorgänger. Es ist Mozarts erste wirklich bedeutende Komposition, «seine Eroica», wie Alfred Einstein meinte, «die er später wohl erreicht, aber nie mehr übertroffen hat». Mozart sprengt hier alle bisherigen Konventionen und zeigt bereits im Jahr 1777 jene Meisterschaft, die seine Klavierkonzerte der Wiener Jahre auszeichnet.

[© Niederösterreichische Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Dr. Michael Lorenz]

Weiterlesen

Musik aus dem „Index musicorum purgandorum“ eines besorgten Vaters

Die Sinfonie g-Moll KV 183 von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem „Index musicorum purgandorum“ seines zutiefst besorgten Vaters Leopold, zum Leben erweckt von den gesampelten Damen und Herren des „Kirk Hunter Diamond Orchestra”.

Beschriebene Musik ist halt wie ein erzähltes Mittagessen.
Franz Grillparzer (1791 – 1872),
Wiener Hofkonzipist und Burgtheaterdichter

Dieser „wahren“ Erkenntnis Rechnung tragend werde ich nichts klug Geschissenes über diese Sinfonie erzählen, Wer das braucht, kann sich an dem klugen Wikipedia-Artikel über die Sinfonie g-Moll KV 183 des Wolfgang Amadeus Mozart delektieren. Ein Übriges: Musik erzählt keine Wahrheiten, sondern sie versucht lediglich dem Chaos der Gefühle eine Struktur – gleich dem Kristall, der aus der brodelnden Schmelze gezogen wird –  zu geben. Einen viel und gern zitierten Spruch Nietzsches aus „Also sprach Zarathustra“ abwandelnd, „verkünde“ ich:

Man muss noch Chaos in sich haben,
um eine Sinfonie (einen tanzenden Stern) gebären zu können. Weiterlesen

W. A. Mozart: Andantino Es-Dur KV 236 (588b)

Dieses nur 40 Takte (in Mozarts Original nur 20 Takte) umfassende Andantino ist eine freie Benutzung der Alceste-Arie „Non vi turbate no“ aus Glucks gleichnamiger Oper, so dass sie nicht unter die eigentlichen Kompositionen fällt. Mozart soll sie 1790 dem achtzehnjährigen Clementi-Schüler und Haydn-Schützling J. B. Cramer ins Stammbuchblatt geschrieben haben. Die Verwandtschaft des terzenseligen Themas und seine Mischung von Liedhaftigkeit und Menuettrhythmus rücken es in die Nähe der späten Komposition KV 355 (D dur-Menuett), aber auch in die der Werke für Glasharmonika, für die beide wie geschaffen erscheinen. Weiterlesen

1 2