Gehauser Zigeuner

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Zigeunerweisheiten

Schon muss ich dies Dorf verlassen,
weiterziehen meine Straßen.
Jeder nennt mich „dummer Wicht“,
mich, der stets nur Kluges spricht.

Ja, so sind die „weißen“ Leute,
morgen sind sie so wie heute –
halten sich für schön und klug,
treiben stets nur Lug und Trug!
[Zigeunerlied]

Reisen bildet, sagt man. Stimmt das, so sind Wandervölker zu den Weisen zu zählen. Nun mögen ja, wie in jeder menschlichen Gemeinschaft Klugheit und Geschick nicht gleichförmig über alle Mitglieder verteilt sein – doch Weisheit ist nicht Klugheit: zu einem Hauptmerkmal von Weisheit würde ich in allererster Linie Toleranz Andersartigen gegenüber zählen. Dies lernt man dann, wenn man selbst einmal „Ausländer“ war – ich meine jetzt nicht in einer wohlbehüteten Bettenburg im Urlaubsparadies unter Landsleuten, in der man mit der einheimischen Bevölkerung bestenfalls als exotische Beigabe zu tun hat. Nein, ich meine, wenn man sich alleine behaupten muss unter Leuten, die dort zu Hause sind, wo man Fuß fassen möchte. Und genau das mussten die Zigeuner – schnell lernt man da hinter die „Fassaden“ von Gewohnheiten, Sitten und Bräuchen der Menschen zu blicken – dies ist notwendig zum Überleben, man kann sich ja nicht auf Geläufiges beziehen. Ein Sprichwort der Zigeuner sagt: „Der Fremdling ist blind, auch wenn er sehende Augen hat.“ So muss man prüfen lernen und vor allem sich selbst nicht als Nabel der Welt zu sehen, ohne sich deswegen erniedrigen zu wollen. So direkt das auch nie nachzuweisen sein wird: wir Gehauser haben ganz sicher durch dem Kontakt mit den Juden und Zigeunern ein klein wenig Toleranz gelernt, denn

  • Nicht jeder Mist hat den gleichen Gestank, sagt der Zigeuner!

noch ein paar Zigeunerweisheiten gefällig?

  • Gott sieht alles, doch er sagt es niemand.
  • Wenn dir der Bach nicht nachfolgt, so folge du dem Bach.
  • Wenn das Pferd tot ist, kannst du auch den Sattel fortwerfen.
  • Viele Blüten blühen, aber nicht alle bekommen Früchte.
  • Lieber einen Zoll Glück als einen Morgen Klugheit.
  • Kein Tag ist so lang, dass die Nacht nicht käme.
  • Höflichkeit ist billig und vermag doch viel.
  • Der eine Tag ist nicht der Bruder des anderen.
  • Wenn nichts zerbricht, wären die Töpfer nicht.
  • Mein Herz ist kein Tischtuch, das man ausbreiten kann.
  • Im Fluss hat der Fisch keinen Wert.
  • Ein guter Schwimmer findet im Wasser seinen Tod.
  • Hunger über Hunger hat dem Knauser ein Vermögen gebracht.
  • An vielem Lachen erkennt man den Narren.
  • Er ist wie ein Esel, er wartet auf das Wort Hü!
  • Ein hungriger Magen ist die Betglocke des Teufels.
  • Wer sich selbst lobt, beschämt seine Freunde.
  • Besser ein kluger Feind, als ein dummer Freund.
  • Ehre ist wie Milch, sie wird vom kleinsten Stäubchen schmutzig.
  • Nichts füllt des Menschen Auge als die Erde.
  • Wer sich selbst zur Kleie macht, den frisst das Vieh.
  • Der Fehler der Herde kommt vom Hirten.
  • Die Zunge des Narren ist wie eine Mühle ohne Korn.
  • Was drei wissen, erfahren bald dreißig.
  • Gut ist ein Nachbar, wenn er reich ist.
  • Der Schmerz ist des Herzens Zahnweh.
  • Die Liebe ist der Zahnschmerz der Seele.
  • Der Hass ist die Schwindsucht der Seele.
  • Wer ausgespuckt hat, soll es nicht wieder auflecken.
  • Kein Feuer facht man mit Furzen an.
  • Im Unglück ist man stumm, im Glück ist man dumm.
  • Armut ohne Schulden ist der rechte Reichtum.

Bevor ich die Nachforschungen Paul Gerstung über die Gehauser Zigeuner zitiere, will ich dir noch Dies und Das zum Selbstverständnis der Zigeunern in die Ohren blasen. Für den Zigeuner waren Fragen nach Herkunft nicht halb so wichtig wie uns:
Ein Pfarrer fragte einmal einen Zigeuner: „Weißt du denn, woher du kommst, wer dich erschaffen hat?“ Der Zigeuner: „So wahr mir Gott helfe, das weiß ich nicht!“
Da rief der Pfarrer ein Kind, das in der Nähe stand, und befragte es: „Sag mir, Kleiner, wer hat dich erschaffen?“ Das Kind antwortete sogleich: „Gott Vater im Himmel.“ – „Da hörst du es“, sagte der Pfarrer, „du weißt es nicht, wer dich erschaffen hat, und das Kind weiß es schon!“
Der Zigeuner besann sich ein wenig und bemerkte: „Daran ist, bei Gott, nichts Verwunderliches. Dies Kind ist vor nicht langer Zeit erst erschaffen worden und hat sich die Geschichte leicht merken können, ich aber steige schon eine Ewigkeit in der Welt umher, habe so vieles gesehen und gehört, dass mir der Kopf übervoll davon ist. Wie hätte ich mir denn jede Kleinigkeit aus frühester Kindheit merken sollen?“


Wer sind die „Zigeuner“?

Was wir zusammenfassend unter „Zigeunern“ verstehen, sind Wandervölker, die vermutlich in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung unter dem Ansturm der Hunnen den indischen Subkontinent verließen. Wie bei Nomaden üblich, war dies kein geschlossener Exodus (wie es von den Juden beim Auszug aus Ägypten in der Bibel erzählt wird), sondern eine „nach und nach“ – Bewegung in mehr oder weniger großen Gruppen in Richtung Westen, wohin es alle Wandervölker Asiens (Hunnen, Mongolen,…) zog. In Kleinasien sodann trennten sich das erste Mal die Wege, ein Teil zog südöstlich des Mittelmeeres weiter bis Tanger und Spanien, ein anderer Teil zog über den Balkan nach Europa, wo sie vermutlich 810, mit relativer Sicherheit aber 855 vor Byzanz (dem heutigen Istanbul) auftauchen. Selbstverständlich blieben immer auch kleine Gruppen in den durchzogenen Ländern zurück. Die ersten Zigeunerhorden sollen 1260 oder 1399 in Böhmen aufgetaucht sein, urkundlich erwähnt werden sie 1416 in den Böhmischen Annalen.
Was gemeinhin unter Zigeunern verstanden wird, ist weder ethnisch noch sprachlich eine einheitliche Gruppe. Ich will jetzt nicht die einzelnen Unterscheidungen auseinanderklamüsern. Die bei uns in Mitteleuropa und speziell in Deutschland heimisch gewordenen Zigeuner nennen sich Manusch oder Sinti. „Manusch“ heißt im Sanskrit, der Sprache der Arier (Begründer der prähistorischen indischen Hochkultur) „der Mensch“, und Sinti oder Sinteer könnte wohl auf den Flussnamen Sindhu, dem Indus, bezogen werden. Die Manusch bilden drei größere Untergruppen: die Valsikanen oder französischen Zigeuner, die vor allem Marktfahrer oder Zirkusleute sind; die Gaygikanen oder deutschen Sinti und die Piemontesi oder italienischen Sinti. Damit genug meiner Belehrungen, um die Zigeuner zu verstehen, müssen wir nicht alles über sie wissen.
Zu großer Wissensdurst kann Unheil bringen:
Ein Zigeunerjunge schlich sich in einen Obstgarten hinein, aß für drei Obst und klaubte noch zum Überfluss viel auf, um es fortzutragen. Zufällig sah ihn der Gärtner bei dieser Tätigkeit und rief ihm zu: „Heda, du Tropf, was treibst du hier?“ Der Zigeunerjunge antwortete: „Das siehst du doch, du Narr! Ich lese Obst auf !“ Um seiner habhaft zu werden, schrie ihm der Gärtner zu: „Wart ein Weilchen, ich habe dir eine schöne Neuigkeit zu sagen!“ Doch der Zigeunerjunge war nicht auf den Kopf gefallen und rief zurück: „Mein Vater hat mir oft genug gesagt, Kinder brauchen nicht alles zu wissen“, und schnell suchte er das Weite.


Zigeuner in Gehaus

Dem Dorf einmal scherzhaft angedichtet, ist das Lied „Lustig ist das Zigeunerleben“ die „Nationalhymne“ der Gehauser, die sie bei geselligen Anlässen auch durchaus überzeugend zu singen verstehen.
Wenn auch die Stationen ihres Weges nicht bekannt sind, so gilt es doch als wahrscheinlich, dass die Vorfahren der beiden hier ansässigen Zigeuner-Familien Wagner und Weiß gegen Anfang oder Mitte des 19. Jh. (?) nach Gehaus kommen. Offenbar aber nicht als die einzigen Zigeunerfamilien. Da stets von einer Zigeunersiedlung bzw. einer Zigeunerkolonie die Rede ist, muss man wohl davon ausgehen, dass anfangs in der Tat mehr als nur zwei Zigeunerfamilien hier lebten.
Es bleibt allerdings ein Geheimnis, auf welche Weise sie nach Gehaus kommen und weshalb gerade unser Dorf sich ihrem Zuzug nicht verweigert. Dass sie hier ansässig werden können, ist schon deshalb ungewöhnlich, wenn man die Geschichte der Zigeuner etwas näher kennt.
Nach Spangenbergs „Sächsischer Chronik“ von 1585 kommen sie erstmals 1418 ins Land, wie es dort heißt

„… ein loses, diebisch, untreues Volk, von allerlei verlauffene, böse Buben zusammengerottet“.

Die Zigeuner-Verordnung von 1713 eröffnet geradezu einen Ausrottungsfeldzug „wider das räuberische und diebische Zigeunergesindel“. 1722 werden sie für vogelfrei erklärt. 1725 bestimmt eine preußische Verordnung sogar, alle über 18 Jahre alte Zigeuner kurzerhand aufzuhängen. 1728 werden in Gießen an zwei aufeinander folgenden Tagen 25 Zigeuner „gerädert, gehängt, verbrannt und auf ähnliche Weise umgebracht.“
Dass sie vermutlich auch bei uns eine Landplage sind, belegen Schriftzeugnisse, wonach 1793 eine „Horde“ von 30 Zigeunern und 1796 eine Zigeunerbande von 350 Mann in unserer Gegend ihr Unwesen treiben.
Bei allem muss es schon verwundern, dass die Boineburgs diesem bettelnden und stehlenden Straßenvolk, von dem kaum das übliche Schutz- und Schirmgeld zu erwarten gewesen sein dürfte, die Tore öffnen.
Anfangs ist das Dorf, wo die Weiß‘ und Wagners als Bürger von Gehaus das Wohn-, Aufenthalts- und Heimatrecht besitzen, nur das Winterquartier. Sommer über sind sie mit ihren pferdebespannten Wagen überall im Lande unterwegs. Sie leben von dem Wenigen, was ihnen die Reparatur von Töpfen und Schirmen, das Geigenspiel, Handlesen und Kartenlegen, die Kesselflickerei, ein gelegentlich kleiner Diebstahl, vor allem jedoch die Bettelei einbringt, die alter Gewohnheit nach nur von Frauen ausgeübt wird.
Wie weit sie umher kommen, belegen Gerichtsakten, wonach 1880 eine Therese Wagner in Rothenburg, 1892 die Musikerin und Schirmflickersfrau Margarethe Wagner in Elberfeld,
1906 desselben einen weiteren Males in Hannover und andere, ebenfalls an entfernt gelegenen Orten, vor dem Richter stehen. Alle der Bettelei angeklagt und alle in Gehaus ansässig. Als Musikanten und Geigenspieler sind Gehauser Zigeuner auf Volksfesten und Kirchweihen in Westfalen zuhause.
Überraschend und entgegen ihren Lebensgewohnheiten werden beide Familien im Dorf ansässig. Ihre jüngere Geschichte ist manchem aus dem Dorf noch in guter Erinnerung.
Die Familie Weiß teilt sich mit 3 anderen Familien die „Salzmeeste“. Die Familie Wagner erwirbt, auf welche Weise auch immer, das kleine Grundstück an der Trift, mit jenem armseligen Häuschen darauf, das 1931 wegen Baufälligkeit abgerissen wird. Ein „Örtchen“ hat man dabei nicht entdeckt.
Das Areal kauft die Gemeinde und verkauft es gleich wieder für den Preis von 230 Mark an die Dreschvereinigung, die dort eine Dreschscheune errichtet. Heute steht die Garage des Herbert Hermann auf diesem historischen Boden.
Trotz Sesshaftigkeit bleiben sie ihren Lebensgewohnheiten treu. Gelegentliche Handdienste bei Bauern, wie Häckselschneiden, Stallmisten, Gelegenheitsfuhren mit dem kleinen schwarzen Pferdegespann (die Pferde holen sich ihr Futter an irgendwelchen Wegrändern und nachts auf fremden Wiesen) ein paar Reparaturarbeiten und müßiges Herumliegen füllen den Alltag der Männer aus.
Die Frauen sind für den Broterwerb zuständig. „Maiblume“, die einzige Tochter der Wagners, und wie man sich zu erinnern weiß, von besonderer Schönheit, ist zeitweise Gänsemagd am Lenders. Sonst aber mit ihrem Angebot an Spitzen, Borten, Galanteriewaren und anderem Kleinkram hausierend oder aber mit den anderen Frauen des Clans bettelnd unterwegs.
So betreiben die katholisch getauften Wagners vor allem im nahen Geisaer Amt eine einträgliche Bettelei.
Für die Zigeunerkinder besteht Schulpflicht, der sie sich jedoch oft und gerne entziehen. Sie leben barfuss und halbnackt unter den anderen Dorfschulkindern, für die es keine Berührungsängste gibt.
Spezialität auf dem karg gedeckten Tisch ist auf Lehm gebratener Igel, wobei man es versteht, dem Opfer kunstgerecht das Fell über die Ohren zu ziehen.
Obgleich ihr Leben entbehrungsreich und eigentlich nur aufs Essbare ausgerichtet ist, gibt es im Dorf kaum irgendwelche von ihnen begangene Diebereien, wie sich unsere Zigeuner überhaupt unauffällig in den Dorfalltag einfügen.
Zigeuner sind durch ein starkes Sippengefühl miteinander verbunden. Sie suchen deshalb auch häufig ihre Gehauser Verwandtschaft auf, wo ihre Wagen dann überall im Dorf herumstehen. Zu einer Art Plage geworden, ist daher auch ihr Aufenthalt zeitweilig nur auf 1 Nacht begrenzt und gegen ein Standgeld von 10 Mark mit der Auflage verbunden, die Wagen vor dem Ort abzustellen.
Im Febr.1919 sieht sich der Bürgermeister veranlasst, Besuchern die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen, weil bekannt geworden ist, dass sich bei der Familie Wagner in der gerade 12 qm großen Stube 22 Personen aufhalten, darunter Männer, Frauen und Kinder.
Unsere Kronzeugin Anna Weih (Post-Anna) weiß sich zu erinnern, dass anlässlich einer Zigeunerhochzeit in Gehaus um die 30 Zigeunerwagen am Dorfausgang nach Stadtlengsfeld sich ein Stelldichein gegeben haben.
1935 kommt es in Geisa zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein Sohn der Familie Wagner, wegen geringfügigen Diebstahls festgenommen, kann sich auf dem Weg zur richterlichen Vorführung seinem Bewacher entziehen. Auf seiner Flucht, bei dem Versuch die Ulster zu durchqueren, wird er durch eine angeblich als Warnschuss abgegebene Kugel tödlich verletzt. Zu seiner Beerdigung strömen Hunderte von Zigeunern nach Geisa. Nach Augenzeugenberichten soll damals in der Stadt eine seltsam gespannte und bedrohliche Atmosphäre geherrscht haben.
Nach dem Verkauf ihres Wohngrundstückes sind die Wagners und mit ihnen die Weiß‘ wieder fahrende Leute, die überall umherziehen, in Wäldern kampieren und gelegentlich auch in der Teeblüte oder am Emberg ihr „open-air-Lager“ aufschlagen. Für Vorüberziehende eine bunt schillernde Kulisse!
In den 30er Jahren während der Nazizeit kehren sie unserem Dorf den Rücken, zunächst die Familie Weiß, wenig später die Wagners. So lautlos, wie sie einst gekommen, so unauffällig verlassen sie wieder unser Dorf, bevor das letzte Kapitel ihrer Geschichte beginnt.
Spätestens nach Aussagen des Hermann Krah, der nach dem Krieg einen Überlebenden der Wagners in der Bundesrepublik trifft, weiß man, dass „Maiblume“ und weitere Familienmitglieder in Theresienstadt dem faschistischen Terror zum Opfer gefallen sind. Was aus den Angehörigen der Familie Weiß geworden ist, wenn man es auch schon nicht weiß, kann man es doch ahnen.


Zigeunerromantik?

Johannes Brahms:
Klavierquartett in g-moll, op.25,
Satz 4: Rondo alla Zingarese. Presto.
– instrumentiert von Arnold Schönberg –

Ich lasse noch einmal die Zigeuner über ihr Wanderleben zu Wort kommen:
Einem Zigeuner hielten einmal die Bauern sein armseliges unstetes Leben vor und bemitleideten ihn deswegen. Darauf der Zigeuner: „Wie’s einer versteht, so redet er daher. Die Schweine haben es im Stall und in der Mistgrube gut, doch wenn sie dick und fett geworden sind, so sticht man sie ab. So plagt ihr Bauern euch nur für die Herren ab, wir Zigeuner sind dagegen wie die Raben, die zwar vom Äsern leben, doch sie dienen niemand, sie sind frei!“
Dieser Gegensatz zwischen scheinbar ungebundener Lebensweise mit nicht mehr als dem Notwendigsten und dem in den Zwängen eines bürgerlichen Lebens gefangenen Wohlstand rief die zwiespältigsten Gefühle hervor. Hermann Hesse beschrieb es so:
„Immer ist er (der Zigeuner) der Gegenspieler und Todfeind des Besitzenden und Sesshaften, der ihn hasst, verachtet und fürchtet, denn er will nicht an all das erinnert werden: nicht an die Flüchtigkeit alles Seins, an das beständige Hinwelken alles Lebens, an den unerbittlichen eisigen Tod, der rund um uns das Weltall erfüllt.“
Das Lebensgefühl der Zigeuner erinnert uns wie ein bohrender Stachel an den Verlust dessen, was wir durch Anhäufung unnützen Wohlstands gerne verdecken möchten: vorurteilsfreien Gemeinschaftssinn und unverfälschte Freude am einfachen Leben. Die leidenschaftliche Daseinsfreude drückt sich besonders in der Zigeunermusik aus, wohl jeder wird hier an den Zigeunerprimas mit der Geige denken.
Doch wie kam die Geige, die in seiner Hand sowohl triumphierend jubilieren als auch herzergreifend wehklagen kann, auf die Welt und zum Zigeuner?
»Auf einem Berge im schönen Walde wohnte in einem kleinen Haus ein Mädchen zusammen mit ihren vier Brüdern, ihrem Vater und ihrer Mutter. Die Schwester liebte einen schönen, reichen Jäger, der oft im Walde herumzog, aber das schöne Mädchen nicht ansprechen wollte. Mara weinte Tag und Nacht, weil der schöne Mann nicht zu ihr kam. Oft sprach sie ihn an, aber er antwortete niemals und ging stets weiter seines Weges. Sie sang das Lied:

Lieber Mann aus fernem Land,
Reich verstohlen mir die Hand,
Willst du, so umarme mich;
Herzlich werd ich küssen dich.

Sie sang es oft und oft, aber er hörte nicht. Weil sie sich nun keinen anderen Rat wusste, rief sie den Teufel. „Oh Teufel, hilf mir.“ Der Teufel kam und hatte einen Spiegel in der Hand und fragte, was sie wolle. Mara erzählte ihm ihre Geschichte und klagte ihm ihr Leid. „Wenn es weiter nichts ist, so kann ich dir helfen“, sagte der Teufel. „Ich gebe dir dieses, zeige es dem Geliebten, und du lockst ihn zu dir.“ Wieder einmal kam der Jäger in den Wald, und Mara hielt den Spiegel in der Hand und ging ihm entgegen. Als der Jäger sich im Spiegel sah, schrie er auf: „Oh, das ist der Teufel, das hat der Teufel getan, ich sehe mich selbst.“ Und er lief davon und kam nicht mehr in den Wald.
Mara weinte nun wieder Tag und Nacht, denn der schöne Mann kam nicht in ihre Nähe. Weil sie sich keine andere Hilfe in ihrem Kummer wusste, rief sie erneut nach dem Teufel. „Oh Teufel, hilf mir.“ Der Teufel kam und fragte, was sie wünsche. Mara berichtete, dass der Jäger weggelaufen sei, als er sich im Spiegel erblickte. Da lachte der Teufel und sprach: „Las ihn nur laufen, ich fange ihn schon; er gehört mir genau wie du auch. Ihr beide habt in den Spiegel geschaut, und wer dort hineinblickt, gehört mir. Und jetzt werde ich dir helfen, aber du musst mir deine vier Brüder geben, sonst kann ich nichts für dich tun.“ Der Teufel ging fort und kam zur Nacht wieder, als die vier Brüder schliefen, und machte aus ihnen vier Stricke, das waren Geigensaiten, eine dicker, die nächste dünner, die dritte noch dünner und die vierte am dünnsten. Dann sagte der Teufel: „Gib mir auch deinen Vater.“ Mara sagte: „Gut, ich gebe dir meinen Vater, nur musst du mir helfen.“ Aus dem Vater verfertigte der Teufel einen Kasten, das war die Geige. Dann sagte er: „Gib mir auch deine Mutter.“ Mara antwortete: „Gut, ich gebe dir auch meine Mutter, nur sollst du mir helfen.“ Der Teufel lächelte und verfertigte aus der Mutter einen Stock und aus ihren Haaren Pferdehaare: das war der Geigenbogen. Dann spielte der Teufel und Mara freute sich. Der Teufel aber spielte weiter, da weinte Mara. Jetzt lachte der Teufel und sagte: „Wenn dein Liebster kommt, so spiele, und du lockst ihn zu dir.“ Da spielte Mara, und der Jäger hörte ihr Spiel und kam zu ihr. Nach neun Tagen kam der Teufel und sagte: „Betet mich an, ich bin euer Herr.“ Sie wollten nicht, und der Teufel trug sie mit sich fort. Die Geige blieb im Walde auf der Erde liegen, und es kam ein armer Zigeuner und erblickte sie. Er spielte, und in Stadt und Dorf lachte und weinte man, wenn er spielte, so wie er es eben haben wollte.«
So schildert dies ein Zigeunermärchen aus Rumänien.
In die europäischen Musik fand die Kunst der Zigeuner willkommenere Aufnahme als in die Dichtkunst. In letztere wohl eher als künstlerisch verklärte Zigeunerromantik denn als Vermittlung echten Zigeunertums. Bezeichnenderweise ist es ein Musiker, Franz Liszt, der in seinem Buch „Die Zigeuner und ihre Musik“ wirkliche Sympathie für die Zigeuner verrät.
Liszt hat zwar den Anteil der Zigeunermusik auf die ungarische Musik überbewertet – immer haben die Zigeuner auf ihrer langen Wanderungen die Lieder und Tänze der Völker, unter denen sie jeweils lebten, in sich aufgenommen und schufen auf deren Grundlagen und ihrer aus Indien mitgebrachten, doch immer mehr verblassenden Tradition, ihre eigenen, die Zigeunerlieder.
Trotz aller Nachahmung fremder Musikstile gelang es der Zigeunermusik immer, ihren besonderen Geist zu bewahren und sofort – ob nun in Russland oder Spanien – als Zigeunermusik erkennbar zu bleiben.
Diese lokal colorierte Musik fand über die Wiener Klassik als al’ungarese aus Ungarn in der Kunstmusik als exotische Eskapade und beliebte Einlage Verwendung, noch immer in Verkennung des Unterschiedes zwischen ungarischer und Zigeunermusik.


Bücher und DVD über Geschichte, Landschaft und Kultur der Rhön und Thüringens
– nach Themen sortiert –


 

2 Kommentare

  • Heute lehse ‚ ich Marco Wagner etwas über meine uhrgrobsseltern von gehaus. Ich bin ein nach fahre der famiele Wagner maiblum ist meine uhrgross Tante. Es ist schon das etwas über sie geschrieben wurde. Wehr gerne mehr wiesen mochte wie die nachkommen jetzt leben und wo ,
    Kann gerne unter der mail Adresse anfragen Marco.wagner/@live.de

  • Roma aus der Pfalz

    Ich als Roma habe ganz andere Informationen von meiner Uroma bekommen und sehe wieder die typische hetze darin. Ich möchte hier einiges richtig stellen…

    1. Nicht alle „Zigeuner“ was nebenbei meine bekannten als Beleidigung und Abwertung empfinden haben Diebstahl begangen oder sind überhaupt Kriminell geworden.

    2. Einige deutschen Familien waren abhängig von aus Rumänien stammenden Roma (die im Norden waren und sind immernoch sehr sehr reich weil sie gelernt haben wie man richtig handelt und durch ihre Handwerklichen Fähigkeiten haben sie viele tolle und wertvolle Dinge gebaut und dadurch ihren Reichtum hart erarbeitet.) Deutsche haben viel über das Handeln gelernt von Ihnen. Jedoch sind sie von Polen usw. Vertrieben worden.

    2. Ja der Ursprung kam aus Indien. Jedoch wegen Arabern die sie wegen Krieg im eigenen Land Vertrieben haben. Sie sind dann Richtung Rumänien geflüchtet. Dort Trennten sich die Wege. Bis Mazedonien über die Türkei etc. Nannte man sie dann Roma bzw sie sich selbst. Die Roma an sich waren ungläubig und sind es bis heute. Viele Türken aber die eben Roma waren und heute noch sind, haben angefangen an Gott zu glauben, weil sie sesshaft werden wollten. Dadurch kam es zu schlimmen Dingen die Türken früher in ihren Traditionen ausgelebt haben, auch das Frauen nichts zu sagen haben. Für uns „normale“ ungläubige Roma sind Frauen gleichbedeutend mit Leben, da sie eben Kinder bekommen. Es war dort früher und heute noch so das eine Frau für einen Roma gleichgestellt waren, wie für andere Gott. Die Frauen haben gehandelt aber nicht viel gearbeitet. Sie haben für die Familie gekocht ja. Aber um die Kinder gekümmert haben sich die Männer! Kleine Mädchen durften, wenn sie wollten dann der Mama zuschauen und selbst kochen lernen. Das war aber kein muss! Der Mann war da um Geld nachhause zu bringen und Streitereien im Umfeld zu schlichten. Auch in anderen Familien. Frauen waren immer am Markt und haben dann Reste was sie nichtmehr benötigt haben einfach Verkauft. Daher das Zitat „eine richtige Frau macht aus einer Goldenen Krone 2“. Bei den Türken war das komplett anders und die haben das typisch böse denken und Umgang vertrieben sodass andere glaubten dann alle Roma so wären. Dabei waren es nur diese paar die halt diese Traditionen übernommen haben. Nicht mehr als 200 Mann. Wir Roma haben damit rein garnichts zu tun, was man auch oft genug nachlesen kann im heutigen Internet.

    3. Ein Roma bzw allgemein auch sinti, lieben die Natur und waren immer Naturverbunden und haben von den Werten die in anderen Ländern üblich waren absolut nichts gehalten. Wie heutzutage auch. Wenn du einem Richtigen Roma ein Teures Auto hinstellst wirst du gemieden und es wird sich gewundert weshalb du dich nicht schämst. Gib ihm essen und trinken das er auch als solches anerkennt, so ist er dein bester freund für immer weil du ihm „Leben“ schenkst.

    4. Man liest von deutschen Medien auch so oft das sinti und Roma verfeindet wären und in ihren Streitigkeiten die angeblich wie kriege geführt worden wären, viele deutsche umgekommen wären. Das ist nicht wahr! Roma und sinti sind vom selben Stamm und würden sich niemals töten oder gegenseitigen Hass schüren. Das ist totaler Schwachsinn um den Leuten Angst zu machen oder eben unbeliebtheiten zu erzeugen. Heutzutage ist es nicht änderst. Die Medien laufen immernoch nach diesem bescheuerten System. Wir Roma sind Herzensmenschen und gehören nirgendwo dazu und haben auch kein verlangen irgendwo dazugehören zu müssen. Wir wollen helfen um zu überleben was in dieser Story oben auch zu sehen ist. Sie haben Herzen berührt durch ihre Musik, sie haben Dinge erstellt zum Leben (Töpfe, Stühle, Körbe, Tische, Teller usw.) diese Menschen waren niemals böse. Sie waren von Grund auf offen und haben auch nie versucht irgendwelche Gewohnheiten der anderen durch Ihre zu ersetzen bzw diese durchzusetzen. Jetzt mal ehrlich wie würdest du dich fühlen wenn du flüchten müsstest und in einem Land so ein Hass gegen dich geschürt wird und du weißt nicht wieso? Dir wird alles verwehrt und du kriegst nichtmal was zu essen weil die Leute so blöd sind und den Medien alles glauben -.- dann muss man sich essen irgendwie holen und wenns Diebstahl ist von miraus… Aber niemals haben sie irgendwem wirklich geschadet. Die hatten hier sowieso schon wie heute mehr als genug und als Roma wie ichs von meiner Uroma weiß, hat man früher wert drauf gelegt das man nicht zu viel klaut, weil die anderen auch überleben müssen. Es war nicht so das die alles genommen hätten wie es oft behauptet wird.

    5. Die Roma hatten in Rumänien genug und wollten Reisen, was heute viele Menschen auch tun und wollten die Welt erkunden aber nichts für sich einnehmen! Sie legen höchsten wert auf die Familie und sie sind auch für andere Familien egal ob Roma oder nicht immer da! Es gibt keinen Egoismus, was man in Mazedonien heute noch sieht. Da ist alles eins! Da denkt man mehr über andere nach als an sich. Viele dieser Eigenschaften haben viele Menschen hier in Deutschland sogar übernommen! Aber nein diese Machtbesessenen idioten hier müssen wenn jemand kommt gleich alles als Feind betrachten der ihnen bewusst das Land stehlen will. Das ist in diesem Fall garkeine Option für Roma oder auch sinti gewesen! Warum? Denkt mal logisch nach… Sie sind Flüchtlinge und wissen wie verdammt hart es ist wenn man sein Land weggenommen bekommt und sowas würden sie niemals irgendwem antun!

    6. Oft wird auch der Fehler gemacht das „Zigeuner“ aus den USA zu uns gezählt werden… Die Gipsys… Die haben aber mit den Indern absolut garnichts zu tun. Das sind abstammen der Indianer worüber man heute sogar immernoch sogut wie nichts drüber weiß. Jedoch bestand auch gegen sie kein Hass oder keine Rivalität. Ich habe aber dennoch viele Gipsys in meinem Leben kennengelernt die mich aufgrund meiner Herkunft absolut nicht ausstehen können. Meine Uroma sagte mir aber als sie noch lebte, das da niemals irgendein Konflikt war und sogar Partnerschaften in damaligen Zeiten zusammen kamen. Aber die Medien haben es geschafft das heute aus mir unerklärlichen Gründen eine Rivalität besteht. Wahrscheinlich durch die hetzerei die sie auch mitbekommen haben und sie es für wahr hielten. Wer weiß.

    7. Diese hetze kommt ursprünglich aus Syrien und Saudi Arabien (genau von denen die uns vertrieben haben) und wurde so einfach auch hier in Deutschland übernommen, ohne wirklich zu wissen wie Roma und sinti tatsächlich sind. Das finde ich echt nicht gut soetwas. Aus Angst vor besagten Syriern und Arabern werde ich meinen Namen hier auch nicht nennen und keine Kontaktmöglichkeit bereitstellen die öffentlich zu sehen ist.

    8. Durch viel Menschenkenntnis und Erfahrungen waren Roma und Sinti auch oft Ratgeber über Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung. Sie haben viele Menschen zum glücklichsein geführt und somit die ersten wirklichen „Therapien“ erschaffen. Heutzutage gibt es das in diesem Ausmaß und mit diesen ehrlichen Mitteln nichtmehr, da die Pharmaindustrie ihre Finger darauf hat und nichtmehr geholfen werden darf! Ein Gesunder Mensch und ein Toter Mensch bringt der Pharma kein Geld ein, daher werden wir Systematisch krank gemacht und krank gehalten. Sogar unser Herr Seehofer hat das schon öffentlich bestätigt bei seinem Austritt damals! Es ist mir ein Rätsel wie blind unsere Gesellschaft ist und wie naiv die meisten hier sind und immernoch auf Medien achten bzw auf diese hören obwohl sie seit Jahrzehnten schon nurnoch hassreden und Manipulation höchsten maßes auf negativem fundament verbreiten… Es ist mir unerklärlich wie blöd man sein kann. Aber gut damit muss man halt hier leben. Woanders ist es auch nicht besser, da hilft nur TV aus, Facebook eingrenzen sodass solche Dinge nicht angezeigt werden bzw Leute drin sind die auch Tatsachen sehen und sowas nicht Posten!

    9. Unser ganzes öffentliches Leben zeigt die deutlichen Spuren des Zuvieltuns und Zuvielwollens und der schnöden Abkehr vom reinen Sein. Wenn ihr euern Arm, euer Bein, euere Augen überangestrengt habt, lauft ihr erschrocken zum Arzt oder entschliesst euch jedenfalls zu ruhen, aber niemand will begreifen, dass die missbrauchten äusseren Energien, die Abnützung durch Beruf und Geschäft, Politik und Parteiwesen nicht minder gebieterisch eine Schonung des Organismus fordern… Jeder will nurnoch alles Optimieren und besser und besser werden und immer mehr leisten und so… Es führt zu nichts! Wie heißt es so schön… Mit nichts werden wir geboren und mit nichts werden wir sterben. Dazwischen bilden wir uns ein etwas zu besitzen… Unglaublich.

    10. Die Eigenschaft alles ständig neu zu lernen und erst keine Gewohnheiten aufkommen zu lassen und die Freiheit an höchste stelle zu setzen, trifft zu 100% zu. Daher wird niemals ein richtiger Roma oder sinti einen Krieg anzetteln oder Krieg führen wollen. (wir sind uns nämlich bewusst das die Natur darunter leidet und das ist ein absolutes no go!).

    11. Die Geschichte mit dem Teufel kommt nicht von „Zigeuner“ denn wir sind nicht gläubig, wir glauben weder an Gott, noch an den Teufel. Was den Glauben angeht… Es wäre eine zugehörigkeit die wir eingehen müssten die über die Familie hinaus geht, das ist nicht in unserer Natur und würde uns unsere Freiheit nehmen. Daher absolut falsch! Außerdem wurden wir so schnell und so oft verjagt, das garkeine Zeit gewesen wäre um uns über Gott oder sonstwas aufklären zu können (das klingt hart aber es ist so).

    Das ist was ich immer beigebracht bekommen habe und auch von anderen Roma Familien gesehen und gelernt habe.

    PS: nochwas zu den Regeln der Roma… Wenn jemand einem Roma oder auch bei den sinti… Wenn jemand einem Familienmitglied geschadet hat so gab es strafen. Das Maß dieser Strafe hing davon ab wie stark diese Person verletzt wurde. Das Höchstmaß ging über schläge, über wasserfolterung hinauf bis zur Tötung. Daher hat man sich einfach immer benommen und war freundlich! Das kam auch selten vor das sowas umgesetzt wurde. Ich bin auch nicht dafür das man es heute so wieder einführt weil man garnichtmehr weiß was eigentlich erlaubt ist und was nicht…. Es wird eh alles immer nur so hingeschoben wie es Grade benötigt wird. Früher war das anders. Es gab regeln aber man hat sich noch wirklich frei entwickeln können und die Regeln beliefen sich auf die Menschlichkeit und nicht aufs Geld! Da war das einfach es einzuhalten und man hat selten irgendwas verletzendes getan. Diese Regeln gab es in meiner Erziehung sogar auch noch.

    1. Du darfst keinem körperlich weh tun außer du rettet ihn in der Not und es geht Grade nicht anderst. Dann hast du dich aber darum zu kümmern das die Person wieder gesund wird!

    2. Du grüßt jeden und bist höflich um deine Familie nicht zu beschämen!

    3. Was du sagst das hälst du egal was kommen mag.

    4. Wenn du sprichst, dann nicht in der emotionalen Phase um Angriffe oder Verurteilungen zu vermeiden!

    5. Was die Eltern sagen ist Gesetz!

    6. Wenn du woanderst bist dann hast du dich zu benehmen und wenn du etwas haben willst dann fragst du gefälligst um Erlaubnis! (wurde echt so eingetrichtert gerade wegen dem Ruf den die Medien verbreiten) du hast das gut anderer zu respektieren.

    7. Wenn du dich angegriffen fühlst, mach dich schlau darüber wieso das Grade so ist. Es könnte sein das die Person die dich angreift was ganz anderes meint oder eben irgendeinen Grund dafür hat der mit dir garnichts zu tun hat!

    8. Wenn du nichts positives zu sagen hast, dann halt die klappe!

    9. Wenn du in einen Streit kommst zwischen Roma/sinti dann gehst du dazwischen und versuchst alles verbal zu klären. Wenn es ein Streit zwischen anderen ist, geh weg denn die verstehen dich sowieso nicht und könnten im schlimmsten Fall alle gegen dich sein.

    10. In streitsituationen allgemein hast du sowieso nichts verloren daher Regel 9 nur im Notfall!

    11. Eine Frau bestimmt über dein Leben und dein tot denn sie macht dein essen wenn du es nicht selbst machst (du hast es als Mann aber heutzutage zu machen)

    12. Wenn dir jemand essen macht dann traue ihm nicht wenn du dieses essen nicht kennst. Aus Vergiftungsgründen. (scheint wohl oft passiert zu sein.)

    13. Du sprichst mit fremden niemals über deine Familie und was dort passiert, es wird alles gegen uns verwendet.

    14. Du bettelst heutzutage nichtmehr, du (ver)handelst! Betteln ist unter jeder würde und unter jedem Anstand.

    15. Wenn du verbal verletzt wirst, dann wehrst du dich nicht, du weißt es besser und schweigst mit einem grinsen.

    16. Wenn jemand deine Hilfe braucht, dann bist du sofort zur Stelle und tust was du kannst.

    17. Du nimmst kein Geld an sondern Nahrung (was heute unmöglich ist)

    18. Du lässt deine Seele nicht durch Geld vergiften (was dennoch machbar ist)

    19. Bevor du etwas sagst, bist du im sein. (nennt sich kompetente Aussagen schaffen in unserer Familie, bzw die die noch da sind… Mein Vater halt zu dem leider kein Kontakt mehr besteht, er musste den Kontakt beenden weil er unwissend was mit einer Araberin hatte und sie für eine Roma hielt) (übrigens darf man Partnerschaften mit jeder Nationalität eingehen, jedoch bekommt die Partnerin /der Partner nichts von der Familie mit aus Sicherheitsgründen)

    20. Ältere Menschen werden respektiert aber nicht wenn sie selbst abwertend werden und sich selbst höher stellen, denn Mensch ist Mensch egal wie alt er ist.

    21. So wie du zu anderen bist, so sind sie zu dir. Also bleibst du lieb und brav egal wie.

    22. Tue was du tust nur mit deinem Herzen. So entsteht Leben! (nein nicht nur sexuell gemeint)

    23. Bist du deinem Wort nicht gerecht geworden so musst du 2 Wochen schweigen, egal was kommt. (Tatsache weil man dann beobachtet und wieder lernt von älteren.)

    Gab noch einige mehr aber die fallen mir auf die schnelle nicht ein. Also trotzdem alles friedlich. LG der Roma aus der Pfalz.

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