J. S. Bach: Präludium und Fuge g-moll BWV 558

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eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Präludium und Fuge g-moll BWV 558 sind wieder von ernsterer Stimmung. Das Präludium, im gravitätischen Schreit-Rhythmus der Sarabande, ist wie aus einem Guß; das Material besteht fast ausschließlich aus Dreiklangsbrechungen über stützenden Baßtönen.
Das Thema der Fuge ist aus drei Gedanken zusammengesetzt. Zunächst wird der Dominantton umkreist, dann der g-Moll-Dreiklang, und schließlich mündet es in stufenweise, synkopisch absteigende Tonleiterausschnitte. Da insgesamt die tiefe Lage vorherrscht, ruft die fallende Motivik eine Stimmung der Resignation hervor; der Spitzenton des Soprans (g“) wird nur ein einziges Mal erreicht!

Allgemeines über die Sammlung Acht Praeludien und Fugen BWV 553 bis 560 ist im Blogbeitrag Acht kleine Präludien und Fugen (BWV 553–560) zu lesen.

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