Antonio Vivaldi: Triosonate d-moll RV 63 (La Follia), Orgeltranskription

Von mir für Orgel bearbeitet und eingespielt mit Samples der Riegerorgel des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ). Über das Satzmodell der Folia kann der interessierte Besucher zusätzlich Interessantes in meinem Beitrag Juan Cabanilles: Diferencias de Folias primer tono finden.

Vivaldis Variationen in d-Moll „La follia“, RV 63 (op. 1 Nr. 12) für zwei Violinen, Violoncelli und Basso continuo, sind ein brillantes Virtuosenstück sowohl für die Interpreten, die ihr Können in einer unerbittlich schwierigen Figuration vorführen müssen, als auch für den Komponisten, der damit unter Beweis stellt, dass er fähig ist Musik zu schreiben, die sogar Corelli in unerbittlicher Spannung und unendlicher Intensität übertrifft.

Die Musik des Venezianers wurde sicher schon in den Jahren von Händels Aufenthalt in Rom gespielt, insbesondere sein Triosonaten-Opus 1, das mit der hoch virtuosen, glanzvollen Follia endet. Anders als Corellis noble Variationen über dieses Thema für Solovioline und Basso continui ist es hier der virtuose Schlagabtausch zweier Geigen in rauschenden Klangflächen und melancholischen Siciliani, der einen unverwechselbar venezianischen Ton in diese Variationenfolge einbrachte.

Ich habe allerdings, anders als bei den Follia-Variationen Corellis, die Zuordnung der drei Stimmen (Zwei Violinen und Basso continuo) auf die vielen möglichen Registerkombinationen der Rieger-Orgel des Konzerthauses Wien, dem Charakter der jeweiligen Variation angepasst. Ähnlich habe ich „Les folies d’Espagne” von Marin Marais an die Interpretation auf die Orgel angepasst.

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