J. S. Bach/M. Reger: 15 Inventionen bzw. „Schule des Triospiels“ für Orgel

Die 15 Inventionen von J. S. Bach in der Bearbeitung für Orgel durch Max Reger und Karl Straube habe ich mit Samples der Riegerorgel des Großen Saals im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Siehe auch meinen Blogbeitrag:
Johann Sebastian Bach: Zweistimmige Inventionen für Tasteninstrumente BWV 572 bis 586

Playlist:

Am Anfang jeder Zeile steht der Zeitpunkt das Beginns einer Invention in min:sec

00:02 – Invention 1, C-Dur, BWV 772, Allegro
01:08 – Invention 2, c-moll, BWV 773, Allegro moderato
02:42 – Invention 3, D-Dur, BWV 774, Vivace
03:54 – Invention 4, d-moll, BWV 775, Moderato
05:13 – Invention 5, Es-Dur, BWV 776, Allegro moderato
07:10 – Invention 6, E-Dur, BWV 777, Allegretto
10:58 – Invention 7, e-moll, BWV 778, Allegro
12:16 – Invention 8, F-Dur, BWV 779, Vivace
13:22 – Invention 9, f-moll, BWV 780, Con spirito (Allegro)
14:44 – Invention 10, G-Dur, BWV 781, Presto
16:02 – Invention 11, g-moll, BWV 782, Allegro moderato
17:27 – Invention 12, A-Dur, BWV 783, Allegro
19:12 – Invention 13, a-moll, BWV 784, Allegro tranquillo
20:30 – Invention 14, B-Dur, BWV 785, Moderato
22:24 – Invention 15, h-moll, BWV 786, Allegro non troppo

Die Tempovorgaben stammen von Reger und Straube.


Folgende Bemerkung haben Reger und Straube der Notenausgabe vorangestellt:

Die „Schule des Triospiels“ — 15 zweistimmige Inventionen von Johann Sebastian Bach, zu denen eine dritte Stimme, meist frei imitatorisch gehalten, geschrieben ist — bezweckt vor allem, den angehenden Organisten nachdrücklich auf das oft arg vernachlässigte Triospiel für die Orgel hinzuweisen. Pedalstudien in der Art des Triospiels dürften sich auch als das rechte Mittel zur Erweckung und Stärkung des Sinnes für Polyphonie, den innersten Lebensnerv eines wahren Orgelstils, erweisen. Die 15 Inventionen sind für diese Schule gewählt worden, weil sie jedem, der das Orgelspiel erlernen will, genau bekannt sein müssen. Musikalisch werden also keine neuen Anforderungen gestellt, so daß der Studierende seine ganze Aufmerksamkeit einer möglichst exakten Ausführung der Studien zuwenden kann.
Das technische Ziel eines jeden von künstlerischen Gesichtspunkten aus geleiteten Orgelunterrichts, die absolute Unabhängigkeit der beiden Hände, voneinander wie von der Führung des Pedales, zu erreichen, ist für die genaue Bezeichnung der Manual- und Pedalapplikatur maßgebend gewesen. Die rechte Hand hat auf dem I. Manual stets die Original-Oberstimme, das Pedal stets die Original-Unterstimme Bachs zu spielen. Die linke Hand führt dazu die neu geschriebene dritte Stimme auf dem II. Manual aus.
Die oberhalb des Pedalsystems angegebenen Applikaturen deuten die Benutzung des rechten, die unter den Linien die des linken Fußes an. Der stumme Fußwechsel auf einer Taste ist mit den Abkürzungen lr (links-rechts) beziehungsweise rl (rechts-links) bezeichnet.

Oktober 1903
Max Reger
Karl Straube

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