Nikolai Rimsky-Korsakow: Russische Ostern op. 36

(mit Bildern bzw. Videosequenzen aus Susdal)

aus der Partitur per MIDI zum Leben erweckt mit den gesampelten Damen und Herren des „Kirk Hunter Diamond Orchestra

Diese eigenartige Ouvertüre Rimski-Korsakows, die 1888 komponiert und uraufgeführt wurde, kann eigentlich auch als Sinfonische Dichtung bezeichnet werden. Bemerkenswert ist in diesem Werk die Verwendung altslawischer Kirchengesänge mit ihrem charakteristischen Pendeln zwischen Moll und Dur. Nach einer verhaltenen, dunkel getönten Einleitung entwickelt das anschließende Allegro allmählich immer aktivierendere Impulse. Eine Atmosphäre österlicher Erwartung wird geschaffen, von jubelnden Fanfarenklängen überglänzt. Dann setzt eine erneute Steigerung an: aus geheimnisvoll schwebenden Klängen hebt sich Glockengetön, die Posaunen lassen Gebetsrufe erklingen. Bei einer mächtigen dynamischen Steigerung, die zum Werkabschluß führt, zeigt sich der geniale Instrumentator Rimski-Korsakow von seiner besten Seite. Der entfesselte Klangrausch ist gleichsam ein Fest prachtvollen Glockenklanges, der in Hall und Echo aus allen Instrumenten des Orchesters gezaubert wird.

Die tontechnisch verbesserte MP3-Variante dieser Ouvertüre:

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