Johann Pachelbel: Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘

Dies ist eine MIDI-Einspielung mit Samples der Rieger-Orgel in der Matthiaskirche zu Budapest. Die Akustik der Matthiaskirche wurde durch eine sogenannte Impulsdatei simuliert.

Johann Pachelbel (1653–1706) war Organist der Sebalduskirche in Nürnberg und der wichtigste Repräsentant der Nürnberger Orgeltradition. Er war einer der besten Organisten seiner Zeit; seine Bedeutung auf dem Gebiet der Tastenkunst liegt in der schöpferischen Verschmelzung des süddeutschen (italienischen), das Ariose und Virtuose anstrebenden Stils einerseits und des mitteldeutschen Stils, der die cantus-firmus-gebundene Kontrapunkt- und Variationskunst umfasst, andererseits. Sein Werk enthält Präludien und Fugen (allein 90 Magnificat-Fugen!), Toccaten und Variationswerke und etwa 50 Choralbearbeitungen, darunter Bicinien, drei- und vierstimmige Bearbeitungen – am bekanntesten das anmutig zwitschernde „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ mit dem im Pedal gespielten Cantus firmus und der kanonisch geführten Mittel- und Oberstimme. Nach einem ähnlichen Muster ist auch die Choralbearbeitung „Allein Gott In der Höh‘ sei Ehr“ komponiert. Pachelbel wirkte längere Zeit auch in Erfurt und stand in freundschaftlichen Beziehungen zur Bach-Familie. Er war mit J. S. Bachs Vater befreundet und Lehrer Johann Christoph Bachs, dem Bruder von Johann Sebastian Bach. Ein Echo seiner Kunst findet sich denn auch im Frühwerk Johann Sebastian Bachs.

Eine ausführliche Biografie Johann Pachelbels habe ich der Enzyklopadie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Allgemeine Enzyklopädie der Musik, Seiten 57.456 bis 57.549“, entnommen.

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