Buxtehude: Präludium in e (phrygisch) BuxWV 152

Ich habe das Präludium e-moll BuxWV 152 von Dieterich Buxtehude mit Samples der Riegerorgel des Großen Saals im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Eine ungewöhnliche Harmonik (Heptatonik – Siebentonbereich) aus griechischer Zeit ist der sogenannte phrygische Modus in dem Buxtehude dieses Präludium komponiert hat. Das äußert sich erstmals durch den Abstieg im Pedal über F bis hin zum tiefen E im 8. und 9. Takt der freien Einleitung (und demonstriert zudem in großartiger Weise Buxtehudes Vermögen, ergreifende Harmonien zu konstruieren). In Takt 18 beginnt eine Fuge, in der in den ersten drei Tönen des Gegenthemas die Modalität noch einmal unterstrichen wird. Ohne Unterbrechung geht es dann in Takt 44 in eine neue Fuge im Dreiertakt über, deren Thema eine Variante des ersten ist. Das Werk wird mit einer sehr kurzen Coda beendet, wobei die Erinnerung an die Strukturen der ersten Takte für eine befriedigende Symmetrie sorgt.

Dieses Präludium habe ich im folgenden Video mit Samples der historischen Orgel in Forcalquier eingespielt:

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