Dieterich Buxtehude: Orgelsonate d-moll, BuxWV Anh.5 (1685)

Bei dieser Komposition von Dieterich Buxtehude handelt es sich möglicherweise um eine Triosonate. Ich habe dieses Werk als  Komposition für Orgel mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Grove Music listet dies unter „Zweifelhafte und falsch zugeordnete Werke“ auf, von daher rührt die Anhang-Katalognummer. Aufgrund der Besetzungsangabe [„org (oder vn, va da gamba, bc)“] listet es  Grove Music als Triosonate auf. Die von mir als Quelle meiner Interpretation benutzte Partitur trägt den Titel „Sonata à 2 Clavir Pedal“ [m.a.W.: für Orgel bzw. Tasteninstrument mit zwei Manualen und Pedal gesetzt] mit den Copyright-Hinweisen:

Herausgeber Luca Guglielmi
Verlagsinfo Luca Guglielmi
Urheberrecht
Anmerkungen Based on US-NH: Ma21.Y2 L8 (LM 5056), pp.81-83

Die Wiederholungen bestimmter Sequenzen erlauben meiner Interpretation bzw. Registrierung der gleichen Sequenz nacheinander sowohl dem Charakter eines freien Orgelstückes als auch dem einer Triosonate für Orgel gerecht zu werden. Meine Interpretation erhebt nicht den Anspruch noch soll sie den Eindruck erwecken einer historischen Aufführungspraxis, auch nur entfernt gerecht, zu werden. 

 

Thomas Bernhard

Ich weiß, daß in den Büschen die Seelen sind
von meinen Vätern, im Korn
ist der Schmerz meines Vaters und im großen schwarzen Wald.
Ich weiß, daß ihre Leben, die ausgelöscht sind
vor unseren Augen,
in den Ähren eine Zuflucht haben,
in der blauen Stirn des Junihimmels.
Ich weiß, daß die Toten
die Bäume sind und die Winde,
das Moos und die Nacht,
die ihre Schatten
auf meinen Grabhügel legt.

 

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