Buxtehude: Präludium E-Dur BuxWV 141

Ich habe dieses Orgelwerk BuxWV 141 von Dieterich Buxtehude mit Samples der Riegerorgel des Großen Saals im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Obwohl dieses in der seltenen Tonart E-Dur gesetzte Präludium keineswegs das längste der Präludien Buxtehudes ist, besteht es aus nicht weniger als neun Abschnitten, davon fünf freie Toccaten-Passagen und vier fugierte Abschnitte (Fugenimitationen). Nur die beiden ersten Toccaten-Teile dauern länger als zehn Takte, aber mit Ausnahme der ersten Fuge sind selbst die fugierten Teile, die sich alle aus einander ähnelnden Motiven speisen, ziemlich kurz, wobei die mittlere Fuge im Gigue-Rhythmus gehalten ist. Das gibt diesem Präludium einen sehr kaleidoskopartigen Charakter. Die Toccaten sind ungebändigte, ja krampfhaft rhapsodisch gestaltet Interludien – man könnte Buxtehude nach Hören dieses Stückes für hyperaktiv halten. Ein gesetzter älterer Herr kann er unmöglich gewesen sein, als er dieses Stück komponierte, vielleicht wurde er das auch nie, wenn ich an seine anderen Kompositionen im Stylus Phantasticus denke.

Das Präludium habe ich im folgenden Video mit Samples der historischen Orgel in Forcalquier eingespielt:

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