Beethoven: Klaviersonate Nr. 11 B-dur op. 22

Über diese Sonate schrieb Beethoven an den Verleger Franz Hofmeister am 15. Januar 1801: „Diese Sonate hat sich gewaschen, geliebtester Herr Bruder!“ – er hielt sie also offensichtlich für gut gelungen. Darum soll sie mir als – durch  Beethovens Urteil legitimierter – Kontrast zu den folgenden vier Sonaten aus dem Jahr 1801, die ich später vorstellen werde, dienen, um das musikalisch revolutionäre dieser vier Sonaten deutlicher werden zu lassen.

Ich habe nun ein hochwertiges virtuelles Piano „The Hammersmith Pro„. Die alten MP3-Dateien, die ich auf dem „The Grand 2“ von Steinberg eingespielt und auf dieser Website veröffentlicht hatte, konnte ich nun löschen.  Mit den gleichen MIDI-Dateien habe ich nun diese Sonate auf „The Hammersmith Pro“ eingespielt und ein Video mit Visualisierung der Musik durch die Pianorolle des MIDI-Sequenzers angefertigt und auf YouTUbe hochgeladen – so spare ich gleichzeitig Web-Speicherplatz.

Edwin Fischer schrieb zu dieser Sonate:

Es ist kein Zweifel, daß es die pianistische Spielfreu­digkeit ist, die dieser Sonate die Beliebtheit verschafft hat, von der sie in un­serer Zeit — wie alle undrama­tischen Werke Beethovens — et­was eingebüßt hat. Und doch bereitet sie, gut gespielt, viel Freu­de durch die Glätte der Form, die reizvollen Klangwirkungen; und selbst das etwas Italienisierende und Arienhafte des Adagio entbehrt nicht der Größe infolge der weitge­spannten Bögen. Der bedeutendste Satz erscheint mir das Rondo, bedeutend im Sinne des Reichtums der Ein­fälle, der thematischen Bezüge und der Vermischung von Variierungskunst und Kontrapunktik.

 


 


 

 

 

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