J. S. Bach: Präludium und Fuge F-Dur BWV 556

00:00 Präludium
01:15 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Nach dieser ernsten Werkgruppe BWV 554 und BWV 555 folgt mit Päludium und Fuge F-Dur BWV 556 ein fröhlich-unbeschwertes Paar. Das Präludium ist wieder, ähnlich wie in BWV 554, dreiteilig, mit einer vollständigen Reprise des ersten Teils. Im mittleren Abschnitt spielt der Komponist mit Arpeggien, die schließlich über sequenzierende Dominantfortschreitungen zum a-Moll-Dreiklang geführt werden. Danach setzt unvermittelt wieder der erste Teil ein. Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge e-Moll BWV 555

00:00 Präludium
01:21 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Präludium und Fuge e-Moll BWV 555 sind vom Charakter her das kleinere Pendant zum großen Schwesterwerk in dieser Tonart, BWV 548. Die Leidenstonart e-Moll, verbunden mit einer durch Synkopen gesättigten Deklamation und Chromatik, erweckt den Eindruck eines Klagelieds. Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge d-moll BWV 554

00:00 Präludium
01:42 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das Präludium d-Moll BWV 554 ist dreiteilig; der erste Abschnitt (als ‚Tutti’ konzipiert) erklingt als Reprise noch einmal nach einem – auch klanglich zurückgenommenen (als ‚Solo’ charakterisierten) – Mittelteil. Dieser spinnt die Motive des Beginns, auf- und absteigende Skalen und Akkorde, durchführungsartig fort und leitet sodann über sequenzierende Arpeggien zum ersten Teil zurück. Die dreiteilige Form wie auch das Spiel mit Arpeggien nach Art des Violinkonzerts weisen wieder auf den italienischen Konzertstil hin. Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge C-Dur BWV 553

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das Präludium C-Dur BWV 553 folgt der zweiteiligen Liedform; beide Teile werden wiederholt. Der erste kadenziert zur Dominante, der zweite führt wieder zurück. Eine einheitliche Thematik durchzieht das ganze Stück; sie besteht aus von Sechzehntelbewegung umspielten Dreiklangstönen über Baßtönen, die die harmonische Entwicklung vorantreiben. Man könnte sich hier auch sehr gut vorstellen, ein italienisches Violinkonzert nach Art Corellis oder Vivaldis in einer Transkription für Orgel zu hören. Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

00:00 Präludium
08:15 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das Werkpaar Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 bildet den Rahmen des „Dritten Teils der Clavierübung …“, von Bach herausgegeben im Jahr 1739. Das Präludium leitet diese Sammlung ein, das Fugentripel schließt sie ab.  Es ist eines der größten und aussagekräftigsten Orgelwerke Bachs, ja vielleicht – neben dem Schwesterwerk in e-Moll BWV 548 – sogar das größte überhaupt, ist es doch auch sein letztes freies Orgelwerk.  Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge a-moll BWV 551

Ein Jugendwerk aus der Arnstädter Zeit (1703 – 1707).

  1. 00:00 Präludium
  2. 00:30 1. Fuge
  3. 01:10 freie Überleitung
  4. 01:42 2. Fuge
  5. 03:27 Schlußteil in Toccaten-Manier

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Präludium und Fuge a-moll BWV 551 orientiert sich in der formalen Anlage an der norddeutschen Orgeltoccata nach Art Buxtehudes. Es wechseln freie rezitativische Teile (im sog. »stylus phantasticus«) mit streng polyphonen Abschnitten und eine stark an die barocke Rhetorik angelegte Tonsprache. Weiterlesen

J. S. Bach: Präludium und Fuge G-Dur BWV 550

Entstehungszeit: Weimar 1700 – 1703  (Arnstadt?)

  1. 00:02 Präludium
  2. 02:13 Grave
  3. 02:33 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Präludium und Fuge G-Dur BWV 550 zählt aus stilistischen Gründen zu den Frühwerken, obgleich es nicht exakt zu datieren ist. Es zeigt eine Mischung verschiedener Stile. Norddeutsch ist die mehrteilige Form, auch wenn nur noch einige ‚Grave’-Takte als Überleitung zur Fuge dienen. Dem Konzertstil gehört dagegen der regelmäßige Wechsel zwischen Pedal- und Manualpassagen im Praeludium an. Ebenso jener zwischen Sopran und Baß, zwischen zweistimmigen ‚Concertino’- und vollstimmigen ‚Tutti’-Abschnitten in der Fuge (überschrieben: ‚Fuga alla breve con staccato’).

Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks:

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J. S. Bach: Präludium und Fuge c-moll BWV 549

Entstehungszeit: Arnstadt 1703 – 1707 (Weimar?), Präludium und Fuge c-moll BWV 549 ist ein Jugendwerk von schwungvoller Gestik und in in norddeutscher Manier von einem virtuosen Pedalsolo eröffnet und nach der Fuge durch eine freie Coda beschlossen.

  1. 00:00 Präludium
  2. 02:00 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

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J. S. Bach: Präludium und Fuge e-moll BWV 548

Entstehungszeit: Leipzig nach 1723

  1. 00:00 Präludium
  2. 05:39 Fuge

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das – allein schon von seiner zeitlichen Dimension, insbesondere aber von seinem geistigen Anspruch her – gewaltige Werkpaar Präludium und Fuge e-moll (BWV 548) zählt zu den späten großen Orgelwerken Bachs. Die letzte, teilweise in Bachs Handschrift überlieferte Fassung ist nach Christoph Wolff in die Leipziger Jahre um 1730 zu datieren, d. h. Bachs Orgelstil war zur höchsten Vollendung und Reife gelangt. Dies wird unter anderem in seinem souveränen Umgang mit dem gesamten Repertoire der im Barock bestimmenden Gattungen deutlich: Er vereint die unterschiedlichen Formen zu einer vollendeten Synthese ganz neuer Art, wie schon sein Biograph Philipp Spitta erkannte, der davon sprach, „daß die hergebrachten Bezeichnungen nicht mehr ausreichen“, sodaß man das Werkpaar „eine zweisätzige Orgelsymphonie nennen müßte, um unsrer Zeit (Anm.: Die Bach-Biographie Spittas erschien in zwei Bänden 1873 und 1880) eine richtige Vorstellung von ihrer Größe und Gewalt nahe zu legen.Weiterlesen

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