Dieterich Buxtehude: Toccata (mit Fuge) F-Dur BuxWV157

Buxtehudes „Toccata (mit Fuge) F-Dur“ habe ich mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Quelle (Hedar): Eine Handschrift, die ungefähr aus dem Anfange des 18. Jahrhunderts zu datieren ist.
Von Buxtehude ist nur die Toccata, die Fuge ist von fremder Hand hinzugefügt worden.

Die zweiteilige Toccata kontrastiert eine rhapsodische Einleitung mit einem Abschnitt in strenger Polyphonie. Die Fuge entwickelt die Staccato-Figuren vom Beginn der Toccata an in einer lebendigen, fröhlichen Konstruktion, die mit einem beredten Stretto endet.

Johann Sebastian Bach: Chromatische Fantasie und Fuge d-moll BWV 903

Meine Fassung für Orgel (mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt:

Die Fantasie steht in der Tonart d-moll. Das verbindet sie mit der ebenso populären Toccata und Fuge BWV 565 für Orgel. Nicht nur die Tonart verbindet sie, sondern auch ihre freie, der Improvisationskunst Bachs Rechnung tragende Form. Unklar wann und wo komponiert existiert heute auch das Autograph nicht mehr, was eine Datierung schwierig bis unmöglich macht. Seit 1730 lies Bach seine Schüler Abschriften von der Chromatischen Fantasie fertigen, was zumindest darüber Auskunft gibt, dass sie nicht später entstanden sein kann.

Johannes Brahms pflegte als junger Virtuose mit dieser Chromatischen Fantasie seine Konzerte zu eröffnen, auch Franz Liszt setzte das Stück auf seine Programme, Max Reger fertigte gar von ihm eine Orgelbearbeitung an – die von mir eingespielte Fassung stammt aber nicht von ihm, sondern ist mein Werk – seine Faszination hat dieses expressive und sicher zu den persönlichsten Werken Bachs zählende Stück über alle Jahrhunderte behalten.

Meine Einspielung mit Samples eines Konzertflügels (HAMMERSMITH PROFESSIONAL EDITION): Weiterlesen

Johann Peter Kellner – Autobiografie

Kellners „Präludium und Fuge d-moll“ habe ich mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Autobiografie von Johann Peter Kellner:
K., ein fleißiger Componist des 18. Jahrhunderts, der uns in einfacher und ansprechender Weise seinen Lebenslauf in den 1754 erschienenen Historisch-kritischen Beyträgen von Marpurg (I. 439) wie folgt erzählt: Weiterlesen

Georg Friedrich Händel: Ombra mai fu (Orgelfassung)

Die als „Das Largo“ bekannte Arie aus der Oper „Xerxes“ habe ich mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Händel schrieb seine Oratorien- und Opernarien in London zu einem nicht unwesentlichen Teil für hohe Männerstimmen, und zwar einerseits für italienische Kastraten (d. h. Sänger, die durch die Kastration im Kindesalter ihre Sopran- bzw. Altstimme behalten hatten), andererseits für englische Countertenöre, d. h. Baritonstimmen, die falsettierend die Lage eines Alts oder Mezzosoprans bewältigten. Die Kastraten beherrschten Händels Londoner Opernaufführungen, die Countertenöre fanden in seinen Oratorien ein eigenes Wirkungsfeld. Weiterlesen

Dieterich Buxtehude: Te Deum laudamus BuxWV 218

Diese Choralfantasie von Dieterich Buxtehude habe ich für Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) registriert und eingespielt.

00:07 Praeludium
01:35 Te Deum laudamus (Herr Gott dich loben wir) Primus versus
03:56 Te Martyrum candidatus laudt exercitus (Die theuren Märt’rer allzumal)
05:01 Tu devicto mortis aculeo (Du hast dem Tod zerstört sein Macht)
07:07 Pleni sunt coeli et terra (Dein göttlich Macht und Herrlichkeit) Secundus versus

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Dieterich Buxtehude: „Lobt Gott, ihr Christen allzugleich“ Choralvorspiel BuxWV 202

Buxtehude bedient sich bei seinen Choralbearbeitungen unterschiedlicher Verfahrensweisen. Meist liegt der kolorierte cantus firmus in der rechten Hand, oftmals auf einem eigenen Manual und dadurch mit einer eigenen Klangfarbe erklingend, während linke Hand und Pedal die am vierstimmigen Choralsatz orientierte Begleitung formieren. In der Bearbeitung über „Lobt Gott, ihr Christen allzugleich” veranlasst vermutlich die melodische Gestalt der ersten Choralzeile

Lobt Gott, ihr Christen allzugleich
In seinem höchsten Thron,
Der heut schleußt auf sein Himmelreich,
Und schenkt uns seinen Sohn.

den Komponisten zu einer fugierten Ausformung des Begleitsatzes von linker Hand und Pedal, aus dem heraus sich der kolorierte Choral erst nach einem vier-einhalbtaktigen, auf der eröffnenden Choralzeile basierenden Vorspiel erhebt.

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