J. S. Bach: Präludium und Fuge C-Dur BWV 553

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das Präludium C-Dur BWV 553 folgt der zweiteiligen Liedform; beide Teile werden wiederholt. Der erste kadenziert zur Dominante, der zweite führt wieder zurück. Eine einheitliche Thematik durchzieht das ganze Stück; sie besteht aus von Sechzehntelbewegung umspielten Dreiklangstönen über Baßtönen, die die harmonische Entwicklung vorantreiben. Man könnte sich hier auch sehr gut vorstellen, ein italienisches Violinkonzert nach Art Corellis oder Vivaldis in einer Transkription für Orgel zu hören.
Die Fuge ist eher eine Fughette, denn sie besteht aus nur zwei kurzen Durchführungen und einer Engführung. Auch harmonisch bleibt sie fast ausschließlich dem Bereich der Tonika und Dominante verhaftet, bis auf eine kleine Zwischenkadenz zur Tonikaparallele, also a-Moll. Dennoch ist deutlich zu erkennen, daß die »Acht kleinen Praeludien und Fugen« wirklich Miniaturen der großen Werkpaare dieses Typs sind!

Allgemeines über die Sammlung Acht Praeludien und Fugen BWV 553 bis 560 ist im Blogbeitrag Acht kleine Präludien und Fugen (BWV 553–560) zu lesen.

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