Ich habe bereits andere Versionen einer Registratur dieses Orgelwerkes versucht, ich hoffe, diese Version ist nun die optimale, da mir die Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wiens wesentlich mehr Möglichkeiten der Registratur dieses gewaltigen Orgelwerkes bot.
Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks:
Man muss dieses düstere Werk nicht nur als eine Anklage gegen die Verwüstungen des ersten Weltkrieges oder des Dreißigjährigen Krieges verstehen, jeder Krieg hinterlässt Verwüstungen in allen Wirklichkeiten, der physikalischen, der gesellschaftlichen und der individuellen im Fühlen und Denken von Menschen.
So kann man dieses Musikstück auch als Klage über die vermutlichen Folgen von Putins, nicht des russischen Volkes, Krieg verstehen. Putin führt letzten Endes nicht nur Krieg gegen das ukrainische sondern auch gegen die russischen und alle Völker der Welt. In welches Chaos wird das die Welt stürzen?
Caro mio ben ist ein Liebeslied, welches ein junger Mann singt, der der Frau seiner Träume sagt, dass er Hals über Kopf in sie verliebt ist, dass sein Herz nach ihr und nur nach ihr schmachtet. Er sagt ihr immer und immer wieder, dass er sie liebt und dass die Grausamkeit ihm gegenüber aufhören muss.
Meine Fassung für Orgel und die Reihenfolge der einzelnen Stücke basiert auf der Bearbeitung von Harm Fesefeldt für Streichquartett.
Beginn bei h:min:sec
Bezeichnung nach Edition Peters Nr. 1609 Bach: Die Kunst der Fuge
Bezeichnung von Harm Fesefeldt
00:00:01
1. Contrapunctus I a 4 voci
Grundfuge I, Allegro moderato
00:04:17
2. Contrapunctus III a 4 voci
Umkehrungsfuge I, Allegro moderato
00:07:40
3. Contrapunctus II a 4 voci
Grundfuge II, Allegro ma non tanto
00:10:40
4. Contrapunctus IV a 4 voci
Umkehrungsfuge II, Allegro con brio
00:14:50
5. Canone IV alla duodecima
Kanon I der Duodecime und Oktav im Kontrapunkt der Quint, Allegretto
00:19:17
6. Contrapunctus IX a 4 voci
Doppelfuge I, Allegro vivo
00:23:23
7. Contrapunctus X a 4 voci
Doppelfuge II, Moderato
00:28:34
8. Canone III alla Decima
Kanon II der Dezime und Oktav im Kontrapunkt der Terz, Allegretto
00:34:00
9a. Contrapunctus V a 4 voci
Gegenfuge I, Andante
00:38:04
9b. Contrapunctus XIV a 4 voci
Gegenfuge I Variante, Allegretto
00:41:29
10. Contrapunctus VI a 4 voci
Gegenfuge II, Allegretto
00:46:03
11. Contrapunctus VII a 4 voci
Gegenfuge III, Allegretto
00:50:19
12. Contrapunctus VIII a 3 voci
Tripelfuge I, Allegretto
00:57:03
13a. Canone II all‘ ottava
Kanon III der Oktave
01:03:03
13b. Canone II all‘ ottava
Kanon III der Oktave (Variante)
01:05:40
14. Contrapunctus XI a 4 voc
Tripelfuge II, Andante
01:12:38
15. Canone I per augmentationem in moto contrario
Kanon IV der Umkehrung und Vergrösserung, Poco Adagio
01:28:03
16a. Contrapunctus XII a 4 voci rectus
Spiegelfuge I, Allegro man non troppo
01:31:28
16b. Contrapunctus XII a 4 voci inversu
Spiegelfuge II, Allegro man non troppo
01:34:57
17a. Contrapunctus XIII a 3 voci rectus
Spiegelfuge III, Con mot
01.38:01
17b. Contrapunctus XIII a 3 voci inversus
Spiegelfuge IV, Con moto
01:41:00
18. Contrapunctus XV a 4 voci
Quadrupelfuge (unvollendet), Allegro maestoso
01:49:23
19. Choral „Vor deinen Thron tret‘ ich hiermit“, Canto Fermo in Canto, BWV 668, Andante
Entstehung des Werkes
Die Entstehungsgeschichte des Werkes liegt in weiten Teilen dunkel. Im wesentlichen ist nur die unmittelbare Situation, die mit dem Tod von J. S. Bach einhergeht überliefert. Umfangreiche Recherchen am Papier der Urschrift, dem Schriftbild und zu den verschiedenen Mitarbeitern an der damaligen Reinschrift brachten ein wenig mehr Klarheit in den zeitlichen Ablauf. Demnach kann als sicher gelten, dass die Arbeiten an der Kunst der Fuge bereits in den Jahren 1742ff begonnen haben, vermutlich sogar davor. Es handelt sich also bei der Kunst der Fuge zwar um eines der Spätwerke von Johann Sebastian Bach, nicht aber um sein letztes Werk, wie es noch Graeser in seinem Vorwort zur „die ursprüngliche Form wiederhergestellte[n]“ Neuausgabe der Kunst der Fuge[1] von 1926 sah und dessen Entstehungszeit er auf die beiden Jahre 1949-50 bis zu Bachs Tod eingrenzte.
Zwar kann davon ausgegangen werden, dass der letzte, nicht mehr fertig gestellte Kontrapunkt Fuga a 3 Soggetti *), die letzte Arbeit war, mit der sich Bach bis zu seinem Tod (↑ 28.7.1750) beschäftigt hat, aber es gilt als sicher, dass die letzte Neukomposition wohl das Credo der h-moll-Messe gewesen ist.
Einige Wissenschaftler vermuten, dass die ersten Ansätze zur Kunst der Fuge bereits in der Mitte der 1730er Jahren liegen könnten. In dieser Zeit greift Bach den vermutlich bei Fux entdeckten „alten Stil“ in seinen Kompositionen auf, der auch in den Kontrapunkten 1-3 und 19 als „in stile antico“ Anwendung findet. Diese Kompositionsweise geht auf die Zeit um Palästina zurück und bezeichnet einen streng vokalpolyphonen Kirchenstil, der bei Fux in seinem Lehrbuch Gradus ad Parnassum (1725) eingehend beschrieben wird. – Dass Bach seine Zuhörer damit konfrontierte, gab Anlass zu einem Disput zwischen seinem Kritiker Scheibe und dem ihm wohlgesonnenen Birnbaum. Scheibe schreibt in seiner Zeitschrift Der critische Musikus:
»man bewundert […] die beschwerliche Arbeit und eine ausnehmende Mühe, die doch vergebens angewendet ist, weil sie wider die Natur streitet«[2]
und beleuchtet damit charakteristisch die Rezeption der Musik von Johann Sebastian Bach in seinen späten Jahren.
Das Bild der letzten zehn Jahren charakterisiert Wolff so:
»Man muss den Eindruck gewinnen, dass sich Bach mit etwa 55 Jahren in einen selbst verordneten quasi-Ruhestand begibt, um sich Dingen widmen zu können, die ihm persönlich – nicht dienstlich – wichtig erscheinen«.[3]
– Bach konzentriert sein Schaffen auf zyklische Werke: Goldberg Variationen, 14 Kanons, 2. Teil des Wohltemperierten Klaviers, Canonische Veränderungen „Vom Himmel hoch“, Musikalisches Opfer und Kunst der Fuge.
Johann Valentin Rathgeber (* 3. April 1682 in Oberelsbach (Rhön); † 2. Juni 1750 im Kloster Banz) war ein deutscher Benediktinermönch, Komponist, Organist und Chorleiter des Barock. Sein Geburtsort Oberelsbach (Öwerälsbich) liegt in der Region Main-Rhön. Im Gemeindegebiet befindet sich der für seine Basaltsäulen bekannte Gangolfsberg.
Diese acht seiner zehn „Pastorellen vor die Weynacht-Zeit” aus „Musikalischer Zeitvertreib” op. 22 von 1743 habe ich mit Samples der Riegerorgel aus dem Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.
Johann Rathgeber bevorzugt eine kurze, einfache und liebliche Musik, die sich durch eine gefällige eingängige Melodik und schlichte Harmonik auszeichnet. Er befindet sich somit an der Schwelle zum galanten Stil und zählt zweifellos zu denjenigen Komponisten, die bereits in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts den Stilumbruch zwischen Barock und Klassik noch vor den Schulen von Mannheim, Wien und Berlin vorbereitet haben.
Die sechs Triosonaten ZWV 181 von Jan Dismas Zelenka habe ich mit Samples der Riegerorgel aus dem Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.
Vítězslav Augustín Rudolf Novák charakterisiert Brixis Stil wie folgt: „ … klare und heitere Melodik, ausgeprägtes und frisches rhythmisches Empfinden, vereinfachte und zugleich effektvolle Instrumentation und ein beweglich geführter Bass. In seinen Kompositionen findet man Elemente der tschechischen Volksmusik. All diese Faktoren hatten die Verbreitung von Brixis Musik noch zu seinen Lebzeiten auf dem ganzen Gebiet von Böhmen und im Ausland zur Folge…” Weiterlesen
Dieses Concerto in F-Dur, HWV 334 von G. F. Händel habe ich für Orgel solo bearbeitet und mit Samples der Riegerorgel aus dem Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt. Weiterlesen
Dieses Orgelkonzert in d-moll, HWV 304 von G. F. Händel habe ich für Orgel solo bearbeitet und mit Samples der Riegerorgel aus dem Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt. Weiterlesen