J. S. Bach: Alla breve D-Dur BWV 589

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien.

Das Allabreve D-Dur BWV 589 wird im allgemeinen auf eine frühe Entstehungszeit datiert, vereinzelt aber sogar in Bachs Zeit in Weimar – ein Zeichen für die beträchtliche Reife des Werkes. Es ist eine im 2/2-Takt (= Allabreve) schreitende, ebenmäßige Fuge, mit einer überwiegend in Sekundschritten verlaufenden Melodiefortschreitung. Dazwischen gibt es charakteristische Sprünge sowie eine sorgsame Dissonanzbehandlung (mit vielen Vorhalten auf halben Noten!) und eine charakteristisch dahinströmende Viertel- und Achtelbewegung. So klingt der gemessene „Stylus antiquus“ etwa eines Girolamo Frescobaldi an, ebenso auch der festliche Choralchor aus Kantate 28 „Nun lob, mein Seel, den Herren“. Ähnlich wie in diesem Choralsatz zu jeder neuen Zeile verwendet Bach hier für jeden neuen Themenabschnitt ein eigenes Kontrasubjekt.

Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks:

Die zweite Fassung des Allabreve habe ich ebenfalls der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien eingespielt,

Die erste Fassung des Allabreve habe ich mit Samples der historischen Orgel in Forcalquier eingespielt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

2 + 7 =