Juan Cabanilles: Tiento de Batalla quinto tono Punto Baxo

aus: Opera omnia des JOAN BAUTISTA JOSÉ CABANILLES Y BARBERÀ (1644-1712) Band III, Nr. 3
herausgegeben 1936 durch Institut d’Estudis Catalans: Biblioteca de Catalunya, Barcelona
in der Reihe: Publicacions del Departament de Música VIII

Zu diesem Tiento habe ich leider keine Ausführungen in Arsenio Garcia-Ferreras: „Juan Baptista Cabanilles. Sein Leben und Werk (Die Tientos für Orgel)” gefunden. Was mich an diesem Umstand allerdings wundert ist, dass man hier und da lesen kann, dieses Orgelstück sei das bekannteste von Juan Cabanilles …

Der Begriff Batalla muss nicht bedeuten, dass Cabanilles ein musikalisches Schlachtengemälde für die Orgel komponieren wollte, sondern dass er vor allem Zungenstimmen (Trompette, Cromorne, Bombarde, Cornet oder ähnliche Zungenregister) in diesem Stück zur Registrierung einsetzte. So habe ich denn genau diese Pfeifen der Orgue de Forcalquier in meiner Registrierung dieses Stückes ausgewählt.

Dieses Tiento ist in der fünften Kirchentonart, also lydisch, geschrieben. Punto Baxo oder auch Punto Bajo bezeichnet nichts anderes als den tiefsten Ton und den Finalis, also den Ton f des quinto tono (fünfte Kirchentonart bzw. lydisch). Hin und wieder liest man auch die Bezeichnung Punto Baix, was aber offensichtlich ein Schreibfehler ist, eine Übersetzung von Baix aus dem Spanischen habe ich bisher nicht gefunden, das Blasinstrument Baixó (oder ein Orgelregister mit diesem Namen) kann aber in diesem Zusammenhang nicht gemeint sein?

Die Partitur dieses Tiento, das auf dem viermaligen Signalruf auf dem Ton f beginnt, kann der geschätzte Hörer und Leser sich hier anschauen oder downloaden.

Infos über Juan Cabanilles habe ich in meinem Beitrag Orgelwerke von Juan Cabanilles (1644-1712) zusammen getragen.

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