Antonio Vivaldi: Konzert C-dur RV 537 für Orgel solo

Dies ist Vivaldis Konzert für zwei Trompeten, Streicher und Generalbass in C-Dur RV 537, das ich für Orgel solo transkripiert und mit Samples der Riegerorgel des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt habe.

Antonio Vivaldis populäres Doppeltrompetenkonzert in C-Dur, RV 537 gehört zwar zu Vivaldis bekanntesten Kompositionen aber wir wissen praktisch nichts über dessen Entstehungsgeschichte. Die Quelle dieses Konzerts ist eine einzelne Handschrift, die in der Sammlung Renzo Giordano in der Turiner Nationalbibliothek zu finden ist. Es handelt sich um eine große Sammlung von Manuskripten, die vermutlich das bewahren, was Vivaldi zu seinen Lebzeiten gesammelt hat. Dies diente als Quelle für Gian Francesco Malipiero, der das Konzert 1950 erstmals veröffentlichte.

Vivaldi war bekanntlich Violinprofessor am Ospedale della Pietà, einem von vier kirchlich geführten Findlingshäusern Venedigs. Die durchweg weiblichen Waisen und anderen Insassen des Hauses wurden von Vivaldi im Geigenspiel, auf Bratsche und anderen Instrumenten unterrichtet. Ihre in ganz Europa berühmte Virtuosität stellten sie in regelrechten Kirchenkonzerten unter Beweis – keusch verborgen hinter hölzernen Gittern.

Für diese halb öffentlichen Darbietungen in der Kirche der Pietà, zu denen Venezianer wie Fremde in Scharen strömten, hat Vivaldi die meisten seiner Concerti geschrieben, so auch das Doppelkonzert für zwei Trompeten. Seine Besetzung und der festlich-rauschende Duktus lassen vermuten, dass es zu einem hohen Kirchenfest komponiert wurde, vielleicht zu Mariae Himmelfahrt oder zum Ostersonntag, da Vivaldi für diese Tage auch großartige Psalmen mit obligaten Trompeten komponiert hat. Festmessen mit einem Concerto einzuleiten, war in Venedig Brauch. Wir dürfen uns also hinter den aufstrebenden Motiven des ersten Satzes durchaus die Auferstehung Christi oder die Himmelfahrt der Gottesmutter vorstellen

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