J. S. Bach: Pièce d’Orgue, Fantasie G-Dur BWV 572

Entstehungszeit: Weimar (1708 – 1717)

eingespielt mit Samples der Rieger-Orgel des Konzerthauses Wien.

Die Pièce d’Orgue sind auch als Fantasie G-Dur BWV 572 geläufig. In den Handschriften ist sie als einziges Orgelwerk Bachs mit französischem Titel und ebensolchen Satzbezeichnungen überliefert: Très vitement – Gravement (Grave à 5 voci) – Lentement. Derartiges findet sich sonst nur noch in Kantate BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“. Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasia (Concerto) G-Dur BWV 571

Entstehungszeit: Weimar ca. 1709

Ich habe dieses Werk mit Samples „Notre Dame de Buda” der Riegerorgel in der Matthiaskirche in Buda (Budapest) eingespielt.

Die Fantasie G-Dur BWV 571 ist ein dreiteiliges Werk nach Art eines italienischen Concerto. Der erste Abschnitt ist eine fugierte, lebhafte Fantasie über ein von Tonrepetitionen geprägtes Thema, der zweite ein Adagio im Stil eines langsamen Satzes für Violine mit Begleitung und der dritte, anstelle eines Toccatenschlusses, ein chaconneartiger Abschnitt. Dieser wird durch kühne Chromatik beschlossen. Thematisch bestimmend ist hier ein absteigender Hexachord, eine Sextenskala, die natürlich auch in der Umkehrung vorkommt. Bach erprobt in diesem Werk ganz offenkundig die kreative Arbeit mit verschiedenen Motiven.

Video mit einer alternativen Registrierung: Driite Fassung

Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks: Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasia con imitazione h-moll BWV 563

Entstehungszeit: Arnstadt (1703 – 1707)

Diese Orgelwerk  habe ich mit Samples „Notre Dame de Kispest” der Riegerorgel in der Kirche Notre Dane in Kispest (Budapest) eingespielt.

Die Fantasia con imitazione h-moll geht auf die Überlieferung durch das Leipziger Andreas-Bach-Buch zurück. In einer Abschrift sind die beiden Teile des Stückes einzeln überliefert. Daß sie zusammengehören und stilistisch in die Zeit der Studien im italienischen Stil zu datieren sind, ist jedoch ziemlich sicher. Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasie und Fuge c-moll BWV 562 (unvollendet)

Entstehungszeit: Weimar/Köthen/Leipzig? (1708 – 1750?).

Ich habe diese Interpretation  mit Samples „Notre Dame de Buda” der Riegerorgel in der Matthiaskirche in Budapest eingespielt.

Das Werkpaar Fantasie und Fuge c-moll BWV 562 ist mit einer unvollständigen Fuge überliefert, was Anlaß für die unterschiedlichsten Hypothesen bot. In einer Quelle ist die Fantasie zusammen mit der Fuge c-moll BWV 546 überliefert; andererseits bestätigen die Quellen zu BWV 546 die Zusammengehörigkeit dieses Werkpaars. Möglicherweise schrieb Bach in Leipzig für die Fuge BWV 546 eine neue Einleitung, eben das große Präludium c-moll BWV 546. Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasia C-Dur BWV 570

Entstehungszeit: Arnstadt früh (1703 – 1707)

Ich habe dieses Werk mit Samples „Notre Dame de Kispest” der Riegerorgel in der Kirche Notre Dame in Kispest (Budapest) eingespielt. Die Fantasie C-Dur BWV 570 ist ein frühes Beispiel für die Erprobung des freien, fantastischen Stils – aber wie unvorstellbar weit ist noch die Genialität der Fantasie g-moll BWV 542! Man glaubt bei der „braven“ Motivik im Sinne der Fantasien Pachelbels oder auch der „Plein jeu“-Sätze in französischen Orgelmessen sowie der Eröffnungssätze von Messen Frescobaldis im vorliegenden Werk kaum, wie großartig sich später der fantastische Stil bei Bach entfalten sollte! Das daktylische Hauptmotiv ist vom italienischen Stil beeinflusst; es erinnert deutlich an die Fuge h-moll BWV 579 nach Corelli.

Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks: Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasie und Fuge g-moll BWV 542

Entstanden nach 1720 in Köthen, zumindest was die Entstehung des Fuge betrifft, und zwar zum Zweck der Bewerbung um die Organistenstelle an der Arp-Schnitger-Orgel in St. Jacobi, Hamburg, im Jahr 1720.

  1. 00:00 Fantasie
  2. 04:44 Fuge

Ich habe dieses Orgelwerk mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wiens eingespielt.

Zur Entstehungsgeschichte dieses Werkes und über den Bezug von Inhalt und Form zu Bachs Biografie: Weiterlesen

J. S. Bach: Fantasie und Fuge c-moll BWV 537

Entstehungszeit: Weimar 1708 – 1717 (Leipzig?)

  1. 00:00 Fantasie
  2. 04:28 Fuge

Ich habe dieses Werk mit Samples „Notre Dame de Buda” der Riegerorgel in der Matthias Kirche in Budapest eingespielt.

Über Bach, seine Musik und eine Analyse dieses Orgelwerks:

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J. S. Bach: Toccata und Fuge E-Dur, BWV 566

Jugendwerk Bachs aus der Arnstädter Zeit um 1707. Seine Gliederung:

  1. 00:00 Toccata
  2. 01:30 Fuge 1
  3. 05:17 Rezitativ
  4. 05:54 Fuge 2

Toccata und Fuge BWV 566 ist in den alten Quellen sowohl in E-Dur als auch in C-Dur überliefert, wobei die ältesten Abschriften das Werk in C-Dur wiedergeben. Der formale Aufbau entspricht genau dem Typus der norddeutschen Orgeltoccata, wie sie Buxtehude pflegte: freier Beginn im stylus phantasticus – erste Fuge (im geraden Takt) – rezitativischer Mittelteil, in der Rhetorik häufig als Confutatio bezeichnet – zweite Fuge (im ungeraden Takt), übergehend in eine groß angelegte Schlußtoccata als Conformatio des Werks. Möglicherweise ist dieses Praeludium nach Bachs Studienreise zu Dietrich Buxtehude entstanden. Weiterlesen

J. S. Bach: Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

Entstehungszeit ca. 1720 in Weimar. Die einzelnen Sätze und der Zeitpunkt ihres Beginns:

  1. 00:00 Toccata
  2. 05:16 Adagio
  3. 09:23 Fuge

Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564 sind eines der aussagekräftigsten Beispiele für Bachs Umgang mit dem italienischen Konzert und seiner Art, sich diesen Stil anzueignen. Mit ihren drei Sätzen ist die Werkgruppe wirklich ein Konzert – Bachs „Italienisches Konzert für die Orgel“ sozusagen. Und Bach gruppiert – selbstverständlich, ist man geneigt zu sagen – drei ganz verschieden geartete Sätze zu einer zusammengehörigen, ganz individuellen Werkgruppe, wie sie sonst nirgends zu beobachten ist. Weiterlesen

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