G. F. Händel: Musette Es-Dur HWV 324 für Orgel

Dritter Satz aus dem Concerto grosso g-moll, op. 6 Nr. 6, HWV 324

Diese Musette Händels, für Orgel bearbeitet von William Thomas Best, habe ich mit Samples der Riegerorgel im Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Diese elegische Musette beginnt mit einem düster-ernsthaften Hauptthema: Händel kreiert in der Originalkomposition eine einzigartige dunkle Textur aus Streichern in tieferer Lage über einem Bordunbass, der traditionellen Begleitung dieses Tanzes, die vom Bordun des Dudelsacks abgeleitet ist. Der düsteren Einleitung folgen temperamentvolle Dialoge zwischen Concertino und Ripieno. Diese elegische Stimmung (von Romain Rolland unverständlicher Weise als „leuchtender Traum von ländlichem Glück“ gepriesen) wird von einem leidenschaftlich bewegten c-Moll-Abschnitt mit Sechzehntel-Passagenwerk über die Rhythmen des Originalthemas in den Bläserbässen des Pedals abgelöst. Das Werk endet mit einer gekürzten Version des Dialogs aus dem zweiten Abschnitt. 

Nachts hören, was nie gehört wurde:
den hundertsten Namen Allahs,
den nicht mehr aufgeschriebenen Paukenton,
als Mozart starb, im Mutterleib vernommene Gespräche.

Günter Eich

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × drei =