Die Rittergüter Wildprechtrode und Leimbach a. d. Werra

I. Nördlich von der „Süßeburg“ liegt ziemlich flach (kaum 250 m horizontaler Schicht) an der Pfitz, dem frühern ,,Hunnbach«, die nach ihrer Vereinigung mit dem Rehbach und der Sorge zur Werra mündet, das Kirchdorf Wildprechtrode. Hier ist ein ehemaliges Rittergut, das vor Zeiten nach Fulda lehnte, ein von Buttlar’sches Besitztum. In einer Viertelstunde nordwestlich gelangt man nach Stadt Salzungen; ostwärts von Wildprechtrode findet sich, wie Spieß schildert, „der kahle, unheimliche Büchensee mit lichtgrünem Wasser, aber fischlos“. Die Herren v. Wildprechtrode waren auch Besitzer vom Dörfchen Georgenzell („Jörgezell“) am Rosabach. Spangenberg erzählt: „Berthold von Wildprechtrode ist ein berühmter Ritter und ein Freund von Bischoff Heinrich von Würzburg (zur Zeit Kaisers Otto III.) gewesen, auch mit Graf Wilhelm von Franken- und Henneberg verstand er sich gut.“ –

II. An der von Salzungen nach Dorndorf-Vacha führenden Chaussee und Sekundärbahn, in der meiningisch-weimarischen Landesgrenze (Heft I S. 82) hat das Dorf Leimbach (1330 Leymbach, „Limmich“) eine schöne Lage, zwei Kilometer westlich vor der Salinenstadt. Die Herren von Leymbach besaßen hier ein ansehnliches mannlehnbares Rittergut, sie waren auch Burgmänner von Salzungen und Gerstungen.


aus
C. E. Bach
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