Über die Krayenburg und die Boineburgs

Zitiert aus „Baier Bote“ 7(2009)09 vom 21. August 2009:

Über die Krayenburg und die Geschichte ihrer Verbindung mit der Familie von Boineburg

Da die Familie von Boineburg auch zeitweise in Besitz der Krayenburg bei Kieselbach und Tiefenort war, wollen wir ein wenig in diesen alten Akten blättern und Interessierten Geschichtsfreunden mit dieser Problematik vertraut machen. Nach neusten Forschungen und Erkenntnissen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit an zunehmen, dass der Wachturm um die Zeit um 750 zur Zeit der Sorbeneinfälle entstanden sein muß. Also bereits viel früher als die bekanntere Wartburg bei Eisenach. Wann die weiteren Teile wie Palas, Bergfried, Kapelle usw. entstanden sind, steht nicht genau fest. Lediglich durch den Baustil ist es möglich hier etwas genauer zu datieren. Wer mehr über die Entstehung der Burg wissen möchte, sollte sich die geschriebene Chronik von Ernst Bernhard Staffel aus Tiefenort aus den Jahren 1804 – 1806 zu Grunde legen. Hier ein kleiner Auszug dazu:

Weiterlesen

Die Kirche von Gehaus

Zitiert aus Baier Bote 4(2006)03 vom 31. März 2006:

Aus der Geschichte der evangelischen Kirche zu Gehaus

Beginnen wir heute mit einem der markantesten Gebäuden unserer Gemeinde. Es handelt sich hier um das evangelische Gotteshaus. Wie wir alle wissen, wurde diese Kirche in den Jahren 1765 – 1767 errichtet. Über deren Vorläufer, wahrscheinlich eine kleine Kapelle gibt es nichts zu berichten, außer, dass die hiesige Kirche dem jetzigen Standort der Kapelle entsprach. In einer Karte, welche sich im Hessischen Staatsarchiv zu Marburg befindet, ist im Jahre 1721 diese Kapelle am heutigen Standort der Kirche eingezeichnet. Gleichzeitig die gesamte Ortschaft Gehaus, mit dem Standort der verschiedenen Wohnstätten und dem Straßenverlauf, der sich teilweise vom heutigen unterscheidet. Der Ort Mariengart ist in dieser Zeit ebenfalls als Vorwerk bezeichnet und noch zu Gehaus dazugehörig. Aber kommen wir zu unserem heutigen Gotteshaus zurück. Die Pläne zum Bau einer neuen Kirche wurden bereits um 1600 vorgelegt, aber mit Beginn des 30-jährigen Krieges kam es nicht mehr zu deren Ausführung. Die Gründe braucht man nicht weit zu suchen. Not und Elend herrschte, die Bevölkerung wurde durch Krieg, Seuchen und Hungersnöte dahingerafft. Teilweise starben ganze Orte aus. Man hatte andere Ziele vorerst, ging es doch um das nackte Überleben in dieser Zeit. Erst im Jahre 1641 beginnen in Gehaus wieder die Eintragungen in den Kirchenbüchern. Später werden wir auf diese Eintragungen nochmals zurückkommen.

Weiterlesen

Der Rhöner Dialekt

Zitiert aus „Baier-Bote“ 6(2008)09 vom 26. September 2008:

Zu Gemeinsamkeiten der Sprache unserer Gegend aus Sicht der Dialektforschung  mit dem heutigen Königreich der Vereinigten Niederlande, sowie mit Schottland, Großbritannien und Wales!

Der Dialekt wie er noch heute in unserer Gegend gesprochen wird liegt in seinem Ursprung in der fränkischen Besiedlung, sowie auch in der Völkerwanderung um 500 n. C. Dabei handelt es sich in seiner Grundform um den fränkischen Dialekt. Es gibt dazu mehrere Auffassungen. Neuere Erkenntnisse gehen davon aus, dass eine Ausdehnung dieser Sprache bzw. Dialektes oder auch Mundart von Dünkirchen und Amsterdam bis an die Unstrut, Saale, Donau und bis in das Riesengebirge stattfand. Reduzieren wir vorerst das fränkische Sprachgebiet auf seine wirklichen Grenzen.

Weiterlesen

Neues über Fischbach und Gehaus

Zitiert aus Baier Bote 7(2009)08 vom 21. August 2009:

Neues  über Fischbach und Gehaus

Wie wir bisher wissen wurde die Ortschaft Fischbach in der Flur von Gehaus nach Angaben der Kirchenchronik von unserem Ort in den Jahren 1850 oder 1864 aus den uns bekannten Gründen geschleift. Es standen uns also somit zwei unterschiedliche Daten zur Verfügung. Dies können wir nun seit geraumer Zeit besser eingrenzen. Durch das Vereinsmitglied Dr. Eckart Frhr. von Uckermann konnte uns eine Topographische Karte aus dem Jahr 1857 zur Verfügung gestellt werden. Auf dieser Topographischen Karte sind die Ortschaften Fischbach und Altenroda (hier als Altes Rod bezeichnet), eingetragen. Demnach ist erwiesen, dass beide Ortschaften in diesem Jahr noch existierten und man auf das Jahr 1864 zurückgreifen kann. Der Stand der Karte entspricht dem damaligen neuesten Er­kenntnissen in der Topographie. Wie sah es in der Fischbach aus?

Weiterlesen

Zur Historie von Gehaus mit seinem OT Hohenwart

Zitiert aus „Baier Bote“ 8 (2010) Nr. 3 vom 1. April 2010 (kein Aprilscherz!):

Ergänzungen und Neues zur Historie von Gehaus mit seinem OT Hohenwart (zur Dorfchronik in meiner Homepage)

Nach weiteren Studien von Quellen zur Geschichte unseres Or­tes mit seinem noch heute bestehenden OT Hohenwart, stieß der Unterzeichnende auf eine neue Urkunde, welche ebenfalls im Staatsarchiv zu Meiningen als Abschrift vorliegt. Es handelt sich dabei um die bisherige urkundliche Ersterwähnung des OT Hohenwart. Diese ist datiert auf den 10. August 1330, also 25 Jahre älter als die Ersterwähnungsurkunde von Gehaus aus dem Jahre 1355. Des weiteren ist diese in Latein verfasst. Mit diesem Fund wurde die Vermutung weiter bestätigt, dass die ehemaligen und zum Teil heute nicht mehr vorhandenen kleinen Wohnorte rund um das jetzige Gehaus, in ihrer Ersterwähnung, älteren Datums sind. Auch in der Deutung des Namen „Gehaus“ spiegelt sich diese Erkenntnis wieder. Der Inhalt der Urkunde basiert auf einem Verkaufsvertrag.

Weiterlesen

1 51 52 53