G. F. Händel: Sinfonia B-Dur, HWV 339, bearbeitet für Orgel solo

Diese Sinfonia B-Dur HWV 339 für 2 Violinen und Basso continuo von G. F. Händel habe ich für Orgel solo bearbeitet und mit Samples der Riegerorgel aus dem Großen Saal des Konzerthauses Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt.

Der Kammermusikführer der Villa Musica schreibt zur diesem Werk:

Händels eigene Beiträge zur instrumentalen Kammermusik des barocken Rom lassen sich nur hypothetisch ermitteln. Neben einem Concerto a 5 ist die Sinfonia B-Dur für zwei Violinen und Basso continuo das einzige sicher in die römischen Jahre zu datierende Instrumentalstück. Es entstand wohl 1709 als instrumentale Einleitung zu einem nicht näher bekannten Vokalwerk, sicher einer größeren Kantate.
Der erste Satz kommt so rauschend und sequenzenfreudig daher wie die schönsten Concertosätze Corellis. Was diese Seite des römischen Barock anbelangt, die schiere Überrumpelung des Hörers durch eine Woge aus Klang, konnte Händel mit den Italienern spielend konkurrieren. Der Mittelsatz lotet über einem raffinierten Basso ostinato die Möglichkeiten dissonanter Vorhalte, der sogenannten “durezze”, aus. Das Finale vertraut ganz auf den hurtigen Rhythmus der italienischen Giga.
In diesem Werk spürt man, wie ungemein kraftvoll und “terribile” Händels Melodik und Harmonik im römischen Umfeld gewirkt haben müssen, wie es später sein Biograph Mainwaring beschrieb: “Es fand sich allemal in seinen Stücken eine solche Hoheit und Überwage, daß der besten Meister Werke dagegen nur klein aussahen, und nichts zu bedeuten hatten… In allen Zügen seiner Erfindungen, absonderlich im Eintritt, war ein solcher Grad von Feuer und Kraft, der sich nimmer mit der sanften Anmuth und gefälligen Zierlichkeit eines so ungleichen Genies vereinigen konnte, wie es Corelli besaß.”

zitiert aus:
G.F.HÄNDEL
Sinfonia B-Dur HWV 339

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