Die „Sachsenburg“

 (707 m)

Aus dem mächtigen Kuppenringe der Nordvorrhön, in welchem „Hoher Stern“ (700 m) und „Hessenkuppe“ nordseits, hingegen der „Mannsberg“ (705 m), der Hochrain (647 m) und „Gläser“ (671 m) südlich hervortreten, hebt sich doch über alle diese Berge, selbst noch mit 1 m über den mächtigen Beyer (Baier) die sogenannte Sachsenburg, als Vorsteherin der Röderburg, empor.

Spieß schildert sie folgendermaßen: „Westlich über Dermbach ein dichtbelaubter Basaltkegel, der an seinen Abhängen mehrere Steinfelder mit Felsenbildung hat, ist der Fundort schöner Rhönpflanzen. Aussicht sehr wenig.“ – Heim setzt in diese Gegend die Schlacht von 1079 zwischen Heinrich IV. und Otto von Nordheim, dem Feldobersten der Sachsen und Thüringer, weshalb er auch glaubt, es habe auf dem Berge eine Burg dieses Namens gestanden;[1] allein besagte Schlacht soll nicht an der Sachsenburg, sondern weiter östlich, am Südabhang der Stoffelskuppe „im Flates, Flattich oder Fladen“[2] vorgefallen sein. (Da ist auch „das Haderfeld“ d. i. Schlachtfeld; da geschah die 3. Schlacht des Kaisers, welcher bei Frankfurt ausgebrochen und über die „Vogelsberge“ durch das Stift Fulda gezogen war. Sachsen und Thüringer kamen über Salzungen gegen Roßdorf; der Kaiser erlitt eine Niederlage)

In Bezug auf die Nachrichten über „Altes Schloß, Röder- und Sachsenburg“ möchte wohl Mancher des Dichters Wort citieren:

„Den Namen hab ich oft vernommen,
Allein der Kunde traut’ ich nicht“.

 


aus
C. E. Bach
„Im Tullifeld“
Eine historisch-landschaftliche Umschau in engerer Heimat
– der Vorderrhön –


[1] Sachsenburgen treffen wir in Deutschland so verschiedene an wie Sachsenwald, Sachsenhausen, Wüstensachsen, z. B. eine schöne Ruine Sachsenburg in der Nähe des alten Kyffhäuser.

[2] s. Heft I. S. 20. 82. II. 4.


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– nach Themen sortiert –


 

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