Auswanderung im 19. Jh.

Zitiert aus Baier Bote 4(2006)07 vom 30. Juni 2006:


Die Gehauser Auswanderungswelle im 19. Jh.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger!
Heute wollen wir mal Antwort auf Fragen geben, die für viele von uns von besonderem Interesse sind. Wie wir aus unserer eigenen Geschichte wissen, haben in der Mitte des 19. Jahrh. ca. 1/3 der damaligen Bevölkerung ihren Heimatort Gehaus in Richtung „Neue Welt“ verlassen. Ein Aderlass, der noch heute spürbar ist. Gerade in den letzten Jahren war festzustellen, dass hier aber auch in den USA das Interesse der eigenen Herkunft wieder mehr in den Mittelpunkt rückte. Zwei Fragen der Nachkommen der ehemaligen Ausgewanderten beschäftigen besonders viele heutige Bürger in den USA, aber auch in Deutschland:

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Die Krummfingerbande

Zitiert aus Baier Bote 3(2005)09 vom 30. September 2005 und 3(2005)10 vom 28. Oktober 2005:

Über eine Rhöner Räuberbande

Wie bereits erwähnt möchte der Heimatpflegeverein e. V. von Gehaus interessierte Bürgerinnen und Bürger über bestimmte Abschnitte in der Historie unserer Heimatgemeinde informieren und zum Nachdenken an vergangene Zeiten anregen. In loser Reihenfolge möchten wir bestimmte Eckpunkte der Vergangenheit neu beleuchten. Wir möchten darauf hinweisen, dass keiner dieser Folgen das Recht auf Vollständigkeit hat. Im Gegenteil wären wir alle sehr dankbar, wenn durch diese kleine Serie neue Erkenntnisse hinzukommen würden. Gleichzeitig wird hiermit darauf verwiesen, dass die 2. Auflage zum geschichtlichen Abriss der Gehauser Vergangenheit jeden Mittwoch in der Zeit von 18.00 – 20.00 Uhr in der Gemeindeverwaltung von Gehaus im Schloss erworben werden kann. Beginnen wir mit der Bande des Balthasar Krummfinger: Wie viele wissen entstand in der Zeit des 18. Jahrh. in Gehaus, aber auch in der Umgebung ein starkes Bandenwesen. Dass gerade Gehaus dafür eine dominierende Rolle bot, war den Umständen der damaligen Zeit zuzuschreiben. Begonnen hatte alles um 1673, also kurz nach dem 30-jährigen Krieg und erlebte seinen Höhepunkt in den Jahren von 1720 bis 1750. Die im Landesarchiv von Meiningen aufgefundene Schriftstücke (Themaer Protokolle) sind von großer Wichtigkeit für die Analyse der ideologischen und politischen Auseinandersetzungen der Krummfingerbande.

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Julius Grobe

Zitiert aus Baier Bote 3(2005)12 vom 23. Dezember 2005:

 

Über Julius Grobe und seine Schwester Hermine, verheiratete Meyer

Auch Gehaus hat in seiner wechselvollen Vergangenheit berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht. So unter anderem den Sohn des Pfarrers Salomon Grobe, Julius Grobe. Salomon Grobe war in den Jahren 1801 – 1807 in Gehaus als Pfarrer tätig. Am 18. Oktober 1807 erblickte Julius Grobe in Gehaus das Licht der Welt. Zu seiner Zeit war er ein berühmter Musikwissenschaftler besonders mit seinen Gemischten- und Männerchören. Eines seiner bisher bekannten Werke entstand 1840, da war Grobe wahrscheinlich schon Musikkantor in Nürnberg. Hier nun der folgende Text:

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