Der „Luthersgarten“ von Gehaus

zitiert aus Baier Bote 6(2008)10 vom 24. Oktober 2008:

Auf Anregung von Teilnehmer am historischen Rundgang durch Gehaus, anlässlich des „Tages des offenen Denkmals“ vom 14.09.2008, aber besonders auf Hinweis von Herrn Karl-Heinz Hofmann, wollen wir uns einmal mit der hiesigen Ortsbezeichnung „Luthersgarten“ beschäftigen. Im Voraus eine Bitte an die Leser dieses Beitrages. Wer ist noch im Besitz von Fotografien über den alten „Luthersgarten“ und könnte diese uns kurzzeitig zur Verfügung stellen? Hierbei geht es insbesondere um Bilddokumente aus den Anfangsjahren des vorigen Jahrhunderts. Bitte schaut doch einmal nach. Es wäre schön für die weitere Erforschung der eigenen Geschichte. Eine Rückgabe wird selbstverständlich garantiert. Die Bezeichnung „Luthersgarten“ ist eng mit der Weltgeschichte verbunden, wurde natürlich in der nächsten Ausgaben des Amtsblattes „Baier Bote“ wollen wir versuchen auf Dr. Martin Luther über sein Leben und Wirken etwas näher einzugehen, steht dies doch auch in einem engen Zusammenhang mit der eigenen Vergangenheit unseres Ortes. Bevor wir aber eingehen auf den „Luthersgarten“ wollen wir ein Rückblick halten auf Luther in dessen eigenen Leben, aber auch ein Ausblick auf die kommenden Jahren, besonders im Zusammenhang mit der zur Zeit laufenden „Lutherdekade“.

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Die Geschichte eines Bettlers

Zitiert aus Baier Bote 5(2007)06 vom 29. Juni 2007:

Die Geschichte des Bettlers Johannes Bischoff aus Gehaus

Durch Zufall konnte ich im Monat Mai 2007 an einer Buchlesung des Herrn Diethart Lemke in Vacha teilnehmen. Wie wichtig ein derartiges Ereignis für die eigene Heimatgeschichte ist, soll hier einmal an Hand eines uns bis dahin unbekannten Gerichtsfalles aus dem Jahre 1844 dargestellt werden. Hier wird deutlich, wie fruchtbar eine Zusammenarbeit mit Bürgern gleichen Interesse sein kann. Dafür nochmals herzlichen Dank an Herrn Lemke.

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Hexenverfolgung

Zitiert aus Baier Bote 4(2006)13 vom 22. Dezember 2006:

Hexenverfolgung

Beleuchten wir heute einmal ein finsteres Kapitel der Geschichte und gehen wir kurz auf den Hexenwahn im Mittelalter ein. Wie bekannt, soll es bisherigen Forschungen zur Folge in Gehaus keine Hexenverbrennungen gegeben haben. In den Archiven deutet zumindest nichts darauf hin. Lediglich ein Fall, der unter der Rubrik Hexenprozesse im Staatsarchiv Marburg geführt wird, ist uns bisher heute bekannt. Seltsamerweise handelte es sich dabei bei dem Angeklagten um einen Mann. Dabei geht es nicht alleine um „Hexerei“, sondern um einen Totschlag bei einer Wirtshausschlägerei vom 24. Juni 1696. Man kann es sich aber nicht vorstellen, dass es dies hier nicht gegeben haben soll. Man kann nur vermuten, dass es auch in Gehaus zu derartigen Anschuldigungen gekommen ist, aber die Verfahren und spätere Verurteilungen in andere Orte, wie Stadtlengsfeld, gelegt wurden. Wir sind aber über Gehauser bisher nicht fündig geworden. Auch Flurbezeichnungen deuten nicht darauf hin, wie z. B. in anderen Orten (Hexenlinde, Hexenplatz usw.). Es liegen im Staatsarchiv Marburg für die nähere Umgebung unter den Akten derer von Boineburg folgende Prozessprotokolle vor:

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Dvorák – Klavierkonzert

Antonín Dvorák: Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33

Das Klavierkonzert ist das erste der drei Solokonzerte Dvoráks. Er schrieb es für den damals bekannten Pianisten Karel von Slavkovsky, der sich engagiert für das tschechische Musikschaffen einsetzte und welcher Dvoráks Konzert auch uraufführte. Er komponierte es im August und September 1876 in Prag und machte es sich wahrlich nicht leicht dabei: kein andres Manuskript Dvoraks weist soviel Striche, Zusätze, Rasuren und andere Berichtigungen auf, wie das Autograph des Klavierkonzertes. Uraufgeführt wurde es am 24. März 1878 im Saal der Prager Sophieninsel und wird seither leider nur selten gespielt, weil es keinen für Klaviervirtuosen glänzenden Solopart aufweist, es ist ein symphonisch entworfenes Konzert, in dem der Pianist nur primus inter pares ist.  Zwar wurde der Solopart 1919 von Vilém Kurz für mehr Effekt wesentlich revidiert, aber das hat dem Werk auch nicht wirklich zum Durchbruch verhelfen können.

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Jaques Offenbach

Zitiert aus Baier Bote 4(2006)10 vom 29. September 2006:

Jaques Offenbachs Wurzeln in Gehaus

Im Voraus möchte ich hiermit Herrn Rolf Leimbach aus Stadtlengsfeld danken, der uns auf einen der berühmtesten Männer der Musikgeschichte aufmerksam machte. Wie wir alle wissen haben auch in unserer kleinen Gemeinde berühmte Persönlichkeiten gelebt, wurden hier geboren oder stehen in anderen Beziehungen zu unserem Heimatort. Auf die bisher bekannten Bürgerinnen und Bürger sind wir ja bereits eingegangen, ohne dabei zu vergessen, dass auch wir hier erst am Anfang einer konkreten Aufarbeitung stehen, um Licht in das vergessene Leben dieser ehemaligen Mitbürger zu bringen. Nun kommt durch Zufall ein weiterer hinzu, der zumindest durch großväterliche Bande mit der Ortschaft Gehaus verbunden ist. Es handelt sich hierbei um Jaques Offenbach geb. am 20.06.1819 in Köln und gest. am 04.10.1880 in Paris.

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Auswanderung im 19. Jh.

Zitiert aus Baier Bote 4(2006)07 vom 30. Juni 2006:


Die Gehauser Auswanderungswelle im 19. Jh.

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger!
Heute wollen wir mal Antwort auf Fragen geben, die für viele von uns von besonderem Interesse sind. Wie wir aus unserer eigenen Geschichte wissen, haben in der Mitte des 19. Jahrh. ca. 1/3 der damaligen Bevölkerung ihren Heimatort Gehaus in Richtung „Neue Welt“ verlassen. Ein Aderlass, der noch heute spürbar ist. Gerade in den letzten Jahren war festzustellen, dass hier aber auch in den USA das Interesse der eigenen Herkunft wieder mehr in den Mittelpunkt rückte. Zwei Fragen der Nachkommen der ehemaligen Ausgewanderten beschäftigen besonders viele heutige Bürger in den USA, aber auch in Deutschland:

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Die Krummfingerbande

Zitiert aus Baier Bote 3(2005)09 vom 30. September 2005 und 3(2005)10 vom 28. Oktober 2005:

Über eine Rhöner Räuberbande

Wie bereits erwähnt möchte der Heimatpflegeverein e. V. von Gehaus interessierte Bürgerinnen und Bürger über bestimmte Abschnitte in der Historie unserer Heimatgemeinde informieren und zum Nachdenken an vergangene Zeiten anregen. In loser Reihenfolge möchten wir bestimmte Eckpunkte der Vergangenheit neu beleuchten. Wir möchten darauf hinweisen, dass keiner dieser Folgen das Recht auf Vollständigkeit hat. Im Gegenteil wären wir alle sehr dankbar, wenn durch diese kleine Serie neue Erkenntnisse hinzukommen würden. Gleichzeitig wird hiermit darauf verwiesen, dass die 2. Auflage zum geschichtlichen Abriss der Gehauser Vergangenheit jeden Mittwoch in der Zeit von 18.00 – 20.00 Uhr in der Gemeindeverwaltung von Gehaus im Schloss erworben werden kann. Beginnen wir mit der Bande des Balthasar Krummfinger: Wie viele wissen entstand in der Zeit des 18. Jahrh. in Gehaus, aber auch in der Umgebung ein starkes Bandenwesen. Dass gerade Gehaus dafür eine dominierende Rolle bot, war den Umständen der damaligen Zeit zuzuschreiben. Begonnen hatte alles um 1673, also kurz nach dem 30-jährigen Krieg und erlebte seinen Höhepunkt in den Jahren von 1720 bis 1750. Die im Landesarchiv von Meiningen aufgefundene Schriftstücke (Themaer Protokolle) sind von großer Wichtigkeit für die Analyse der ideologischen und politischen Auseinandersetzungen der Krummfingerbande.

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Julius Grobe

Zitiert aus Baier Bote 3(2005)12 vom 23. Dezember 2005:

 

Über Julius Grobe und seine Schwester Hermine, verheiratete Meyer

Auch Gehaus hat in seiner wechselvollen Vergangenheit berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht. So unter anderem den Sohn des Pfarrers Salomon Grobe, Julius Grobe. Salomon Grobe war in den Jahren 1801 – 1807 in Gehaus als Pfarrer tätig. Am 18. Oktober 1807 erblickte Julius Grobe in Gehaus das Licht der Welt. Zu seiner Zeit war er ein berühmter Musikwissenschaftler besonders mit seinen Gemischten- und Männerchören. Eines seiner bisher bekannten Werke entstand 1840, da war Grobe wahrscheinlich schon Musikkantor in Nürnberg. Hier nun der folgende Text:

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