W. A. Mozart: Andantino Es-Dur KV 236 (588b)

Dieses nur 40 Takte (in Mozarts Original nur 20 Takte) umfassende Andantino ist eine freie Benutzung der Alceste-Arie „Non vi turbate no“ aus Glucks gleichnamiger Oper, so dass sie nicht unter die eigentlichen Kompositionen fällt. Mozart soll sie 1790 dem achtzehnjährigen Clementi-Schüler und Haydn-Schützling J. B. Cramer ins Stammbuchblatt geschrieben haben. Die Verwandtschaft des terzenseligen Themas und seine Mischung von Liedhaftigkeit und Menuettrhythmus rücken es in die Nähe der späten Komposition KV 355 (D dur-Menuett), aber auch in die der Werke für Glasharmonika, für die beide wie geschaffen erscheinen. Weiterlesen

Heinrich Isaac: Kanzone „La Martinella“ (um 1490)

Die Kanzone „La Martinella“ ist eine instrumentale weltliche Komposition, die  Heinrich Isaac um das Jahr 1490 geschrieben hat. Ich habe sie in „Geschichte der Musik in Beispielen“ von Arnold Schering (Breitkopf und Härtel 1931) gefunden.

Die Orgelfassung habe ich mit Samples der historischen Orgel in Forcalquier (die Orgel wurde im Jahr 1627 gebaut) als auch mit der Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien eingespielt.

Weiterlesen

Heinrich Isaac: Innsbruck, ich muss dich lassen

Diese Fassung als Orgeltabulatur des durch Heinrich Isaac allgemein berühmt gewordenen Liedes durch Hans Kotter (in seinem Tabulaturbuch, von 1513 bis 1522 zusammengestellt) habe ich mit Samples der historischen Orgel in Forcalquier (die Orgel wurde im Jahr 1627 gebaut) eingespielt.

Dass Heinrich Isaac (* um 1450 in Flandern, vielleicht in der Nähe von Brügge; † 26. März 1517 in Florenz) noch heute selbst dem musikalischen Laien als Komponist bekannt ist, verdankt er vor allem seiner vierstimmigen Bearbeitung des Liedes “Innsbruck, ich muss dich lassen“, das allerdings nicht von ihm komponiert wurde, wie oft behauptet wird. Dass die Reformation dieses Lied mit dem Text „O Welt, ich muss dich lassen“ und spätere Zeiten dann das noch volkstümlicher gewordene „Nun ruhen alle Wälder“ unterlegten, zeugt für die schnelle und ungeheure Verbreitung dieser Bearbeitung von Heinrich Isaac. Weiterlesen

Jacob Barbireau: Tanz »Der pfoben swancz« (um 1470)

Diese Komposition von Jacob Barbireau habe ich in „Geschichte der Musik in Beispielen“ von Arnold Schering (Breitkopf und Härtel Leipzig, Neudruck 1957) als Nr. 49 auf Seite 43 gefunden, registriert und eingespielt mit Samples der Großen Riegerorgel des Konzerthauses Wien

Jakob (oder auch Jaques) Barbireau (Barbarian, Berberianus, Berbiriau, Barbyrianus, Berbigant u. ä.) wirkte von 1448 bis zu seinem Tode am 08.08.1491 als Kapellmeister an der Notre-Dame-Kriche zu Antwerpen.

Conrad Paumann: Zwei Orgelstücke

Meine Quelle ist die  „Geschichte der Musik in Beispielen“ von Arnold Schering (Breitkopf und Härtel 1931), dort wurde Paumanns Orgelsatz des Liedes „Elend, du hast umfangen mich“ als Beispiel Nr. 48 (Seite 42) veröffentlicht. Registriert habe ich diese und auch Paumanns „Prelude für Orgel“ (aus „Historical Organ Collection“ von William C. Carl, New York 1919) mit Samples einer Renaissance-Orgel. Weiterlesen

Johann Pachelbel: Alle Menschen müssen sterben

Plötzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Mächtigen werden weggenommen nicht durch Menschenhand [Hiob 34,20].

Ein beeindruckendes Werk – verblüffend modern, ja hoffnungslos klingt die siebte Variation, man könnte gar nicht glauben, dass das Stück bereits  im 17. Jahrhundert von Pachelbel komponiert wurde, wüsste man es anhand der Quellenlage nicht besser, eine solche Häufung von Querständen findet man selbst bei Bach in seinem Pedal-Exercitium BWV 598 nicht. In der letzten Variation hören wir dann das große Zittern vor dem Unausweichlichen … Weiterlesen

Juan Cabanilles: Opera omnia, Band 3

In Band III der Opera omnia des JOAN BAUTISTA JOSÉ CABANILLES Y BARBERÀ (1644-1712), herausgegeben 1936 durch Higinio Anglés im Institut d’Estudis Catalans: Biblioteca de Catalunya, Barcelona in der Reihe Publicacions del Departament de Música VIII findet man nur Tientos, sortiert nach Kirchentönen, die an die Liturgie der katholischen Kirche gebunden sind.

Ich werde sie in einer Tabelle auflisten. Die Bezeichnungen der Spalten haben folgende Bedeutung: Weiterlesen

Johann Peter Kellner: Doppelfuge d-moll und Fuge d-moll (BWV Anh. 180)

Die Fuge d-moll BWV Anh. 180 ist eine Fuge über das gleiche Thema wie Thema 1 der Doppelfuge d-moll und fast identisch, allerdings um einige Takte kürzer) als die erste Fuge der Doppelfuge in d-moll.

Ich habe diese beiden Fugen mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien eingespielt. Siehe auch meinen Beitrag Johann Peter Kellner – Orgelwerke

Weiterlesen

Johann Peter Kellner: Herzlich tut mich verlangen, Choralvorspiel

Die Meodie dieses Chorals ist eine vereinfachte Fassung des Liedes Mein G’müt ist mir verwirret, das macht ein Jungfrau zart, eines Liebesliedes auf einen Text unbekannter Herkunft aus dem 16. Jahrhundert. Hans Leo Haßler (1564–1612) komponierte die Melodie und veröffentlichte sie 1601 in seinem Lustgarten neuer deutscher Gesäng. Den Text zu Herzlich tut mich verlangen ist im englischen Wikipedia-Eintrag zu diesem Choral nachzulesen.

Ich habe dieses Orgelvorspiel mit Samples der Rieger-Orgel im Konzerthaus Wien eingespielt. Siehe auch meinen Beitrag Johann Peter Kellner – Orgelwerke

1 2 3 4 36