Was ist Vernunft?

Vernunft nennt man die mehr oder weniger ausgeprägte Fähigkeit eines menschlichen Beobachters beliebige Kontingenzen willkürlich mit anderen Kontingenzen zu verknüpfen. Kontingenz bezeichnet hier das gemeinsame Auftreten mehrerer Ereignisse, deren Verhalten oder Eintreten nicht notwendigerweise voneinander abhängig ist; also etwas, das nicht notwendig, aber doch nicht unmöglich ist. Weiterlesen

Der Monte Kali

Die Rhön ist ja, wie wir wahrscheinlich alle wissen, vulkanischen Ursprungs. Das bedeutet, dass flüssige Gesteinsmasse aus dem Erdinneren an die Oberfläche drängt und dort mehr oder weniger kegelförmige „Hügel“ bis über 5000 Meter Höhe, wie z.B. den als Schiffshafen (Arche Noah) geeigneten Ararat (türkisch Büyük Ağrı Dağı,) im Osten der Türkei oder den mächtigen Baier mit 714 Metern Höhe, bildete. Weiterlesen

Das Kloster Mariengart

Kloster und Ort Mariengart haben zeitweise eine gemeinsame Geschichte mit Gehaus, verbunden durch die Herrschaft derer von Boyneburg. Daher soll über diese Geschichte hier berichtet werden. Es gibt eine sehr ausführliche Geschichte, niedergeschrieben von Pfarrer Büff aus Völkerhausen, die im Baierboten  durch den Heimatpflegeverein Gehaus e.V. veröffentlicht wurde. Sie ist aber einfach zu lang, um hier veröffentlicht zu werden, daher die Kurzfassung aus der gleichen Quelle im Schaukasten an der Kirchenruine.  Weiterlesen

Bilder von der Vereinsfahrt am 9. Oktober 2010

Endlich ist es wieder soweit! stand auf der Einladung zu einer interessanten und vergnüglichen Herbstreise des Heimatpflegevereins Gehaus e.V. in die Rhön, die Sven Schwarz hervorragend vorbereitet hatte.  Zunächst besuchten wir das Museumsdorf Fladungen in der fränkischen Rhön. Fladungen, den Gehausern mindestens seit der Wende ein Begriff, weil es im Bayrischen liegt und die Bayern uns vierzig harte Mark extra zu den einhundert DM  als Begrüßungsgeld schenkten. Weiterlesen

Pragmatismus, Religion und Metaphysik


Es hat sich herausgestellt, daß sowohl die christliche Religion als auch die materialistische Metaphysik Artefakte sind, die sich selbst verzehren. Das Bedürfnis nach orthodoxer Religiosität wurde durch Paulus‘ Beharren auf dem Primat der Liebe untergraben. Nach und nach erkannten die Christen, daß eine Religion der Liebe nicht verlangen kann, jeder müsse das gleiche Glaubensbekenntnis aufsagen. Das Bedürfnis nach Metaphysik wurde durch die Fähigkeit der modernen Wissenschaft untergraben, den menschlichen Geist als ein außergewöhnlich komplexes Nervensystem zu begreifen und somit sich selbst eher pragmatisch als metaphysisch zu sehen. Die Wissenschaft hat uns gezeigt, wie man die empirische Forschung als Gebrauch dieser physiologischen Zusatzausstattung zur Erlangung stets größerer Herrschaft über die Umwelt sehen kann, anstatt sie als eine Form der Verdrängung von Erscheinungen durch Wirklichkeit zu deuten. Genauso wie es dem achtzehnten Jahrhundert gelang, das Christentum nicht als Offenbarung von oben, sondern als kontinuierliche Fortsetzung der sokratischen Reflexion zu sehen, so ist es dem zwanzigsten Jahrhundert gelungen, die Naturwissenschaft nicht als Offenbarung des inneren Wesens der Wirklichkeit, sondern als kontinuierliche Fortsetzung jener Form des praktischen Lösens von Problemen zu begreifen, in der die Ingenieure brillieren.

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Kiskörös V

Dies ist am Montag, dem 6. September unser Los gewesen:  😉

Uns wurde die Henkersmahlzeit in Kiskörös serviert,… – aber nein, das stimmt doch gar nicht! Wir bedienten uns selbst am kalten Büffet, aßen was das Zeug hielt – es hielt übrigens nicht mehr viel nach den Tagen der Völlerei. Das Essbedürfnis ähnelt dann dem Alkoholbedarf des Gewohnheitssäufers, man braucht nur noch wenig, um den Pegel zu halten. Der Bürgermeister von Kiskörös Domonyi, Lásló und freilich auch unser Maître de plaisir für die Kisköröser Festtage Titl, Péter kamen in das Hotel, um sich persönlich von uns zu verabschieden. Unser Bürgermeister wurde zusätzlich von einer der einflussreichsten und möglicherweise auch hübschesten (ein Vergleich war uns glücklicherweise – bedenkt man die  auslösende Frage des trojanischen Krieges: wer ist die Schönste? – nicht vergönnt)  jungen Dame aus dem dortigen Stadthaus – zuweilen möchte man selbst Bürgermeister sein.

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Altruismus

Wir halten uns für »egoistisch« und werden von anderen so gesehen, wenn wir unsere eigenen Interessen zu verfolgen scheinen. Andererseits glauben wir daran, daß ein Handeln zum Wohl anderer, das anscheinend nicht selbstdienlich ist, von »guter Moral« zeugt; wir fühlen uns gedrängt, dem Weg des »Altruismus« zu folgen, und wir respektieren andere, die ihm folgen. Weil wir uns der Kosten, Risiken und Gefahren, die darin stecken — des Handicaps —, wohl bewußt sind, beeindruckt uns Uneigennutz. Trotzdem halten wir es für unanständig, zu berechnen, welchen Nutzen uns der Uneigennutz bringen kann.

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Kiskörös IV

Der Sonntag begann mit einem feuchtfröhlichen Frühstück im Feuerwehrhaus, zu dem uns Joszef  einlud. Leicht beschwingt wanderten wir danach zum Geburtshaus von Sándor Petöfi, direkt am Festplatz. Ein Spezialitäten-Mittagessen im Museumshaus des slowakischen Heimatvereins war nur durch den ausreichenden Genuss von Brandys aller Art zu verdauen, so kalorienreich war es. Das kann man nicht jeden Tag essen, ohne die schnittige Form zu verlieren. 😉

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